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Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#41von Daisy » 15. Jan 2014, 21:29

Liest sich aber ein bisschen in der Art. Daher meine Frage.
Daisy
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#42von crabat » 16. Jan 2014, 09:54

Daisy hat geschrieben:Liest sich aber ein bisschen in der Art. Daher meine Frage.


Guten Morgen
dann verstehst du mich aber gründlich miß.

Natürlich finde ich, daß ein "verantwortungsvoller" Züchter, dem es weder um Geld, Ehre, Ansehen oder Pokale geht, in jeder Zuchtzene wichtig ist.
Als Gegensatz zu der wilden Vermehrerei (auch und gerade in angeblich kontrollierten Zuchtverbänden), aber auch privat, der Händlerzucht und der Doofenzucht.

Trotzdem würde ich mich auch dazu, also der verantwortungsvollen Zucht, niemald entscheiden.
Ich liess es bereits anklingen: es bräche mir das Herz, wenn ich Dir zb eine Hündin verkaufe, Du aber dann nachzüchtest und dabei all die Dinge tust, die man nicht tun sollte.
Da ich dies, das Handeln mit von mir verkauften Tieren , weder menschlich noch gesetzlich unter Kontrolle habe : Zucht nein Danke.

Das Problem ist: wenn Menschen, denen es nicht um Geld, Ehre etc geht, aus moralischen Bedenken nicht züchten, sind sie auch nicht stimmgewaltig in Zuchtverbänden vertreten. Sondern befinden sich außerhalb.
Ein Dilemma.

Einen guten Züchter machen für mich viele Dinge aus:
-guter finanzieller Rückhalt (Idealismus muß man sich leisten können)
- Wissen über Genetik, die Rasse, Medizin, Aufzucht, Verhalten
-Wille zur Weiterbildung, aber kein Fähnchen im Wind
- Respekt hinsichtlich TSch, Gesetzgebung und der freiwilligen, gerne geleisteten Überschreitung dieser Vorgaben
- selbst auferlegte Wurfbeschränkung
- und vor allem: Beendigung der Zucht, sollten sich für ihn nicht mehr genug akzeptable Käufer finden. Aus Verantwortung zum einzelnen Tier und der Rasse an sich
dies mal ganz oberflächlich .

Jetzt klarer??
lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#43von crabat » 16. Jan 2014, 09:57

Guten MOrgen Dietmar.

Danke für die Ausführung.
Ich bezog mich auf Zottelpudel / was AH ist (ich interpretierte es als AH mit Papier) darf man mischen.Soll man sogar teilweise, um Wesenszüge zu entproblematisieren oder aufzufrischen.
Wie lautet nun Deine Antwort?

lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#44von huetefuchs » 16. Jan 2014, 15:56

crabat hat geschrieben:
Daisy hat geschrieben:Liest sich aber ein bisschen in der Art. Daher meine Frage.


Guten Morgen
dann verstehst du mich aber gründlich miß.

Natürlich finde ich, daß ein "verantwortungsvoller" Züchter, dem es weder um Geld, Ehre, Ansehen oder Pokale geht, in jeder Zuchtzene wichtig ist.
Als Gegensatz zu der wilden Vermehrerei (auch und gerade in angeblich kontrollierten Zuchtverbänden), aber auch privat, der Händlerzucht und der Doofenzucht.

Trotzdem würde ich mich auch dazu, also der verantwortungsvollen Zucht, niemald entscheiden.
Ich liess es bereits anklingen: es bräche mir das Herz, wenn ich Dir zb eine Hündin verkaufe, Du aber dann nachzüchtest und dabei all die Dinge tust, die man nicht tun sollte.
Da ich dies, das Handeln mit von mir verkauften Tieren , weder menschlich noch gesetzlich unter Kontrolle habe : Zucht nein Danke.

Das Problem ist: wenn Menschen, denen es nicht um Geld, Ehre etc geht, aus moralischen Bedenken nicht züchten, sind sie auch nicht stimmgewaltig in Zuchtverbänden vertreten. Sondern befinden sich außerhalb.
Ein Dilemma.

Einen guten Züchter machen für mich viele Dinge aus:
-guter finanzieller Rückhalt (Idealismus muß man sich leisten können)
- Wissen über Genetik, die Rasse, Medizin, Aufzucht, Verhalten
-Wille zur Weiterbildung, aber kein Fähnchen im Wind
- Respekt hinsichtlich TSch, Gesetzgebung und der freiwilligen, gerne geleisteten Überschreitung dieser Vorgaben
- selbst auferlegte Wurfbeschränkung
- und vor allem: Beendigung der Zucht, sollten sich für ihn nicht mehr genug akzeptable Käufer finden. Aus Verantwortung zum einzelnen Tier und der Rasse an sich
dies mal ganz oberflächlich .

Jetzt klarer??
lg Sabine



Hi,
ich erlaube mir mal diese Hervorhebung :
BESSER kann man es wohl kaum formulieren !

Gerade bei der Weitergabe von Hündinnen würde mich auch desöfteren Bauchgrimmen befallen.
Das alte "Motto" : "aaaach die müsste doch wenigstens EINmal 'Babys' bekommen ....!" kursiert nach wie vor ...

LG
Dietmar
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig:
Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
A. Einstein 1879-1955

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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#45von crabat » 16. Jan 2014, 16:17

Danke für die Blumen :sunny

eigentlich sollte es jedem so gehen, daß es eben NICHT heisst: aus dem Augen , aus dem Sinn.
Ist und bleibt aber utopisch.

Ich kann nachvollziehen, daß es denen, die Verantwortung auf sich nehmen, gerade bei einer Hündin schwer ums Herz werden würde. Weil man da ja auch gleich den Wurfakt und die Puppies mit vor Augen hat, mit denen andere dann Schindluder betreiben.
Für mich ist allerdings auch der Rüde nicht anders vor meinem inneren Auge.

Es ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert.
Züchten solche Menschen nicht, machen sie Platz für einen, dem Pflichtgefühl abgeht. Mist ist das.
Das Schlimmste aber ist für mich, daß diese Leute in den Verbänden fehlen. Oder, wenn sie trotzdem drin sind, wird ihr Wort übergangen.
lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#46von huetefuchs » 16. Jan 2014, 16:20

crabat hat geschrieben:Guten MOrgen Dietmar.

Danke für die Ausführung.
Ich bezog mich auf Zottelpudel / was AH ist (ich interpretierte es als AH mit Papier) darf man mischen.Soll man sogar teilweise, um Wesenszüge zu entproblematisieren oder aufzufrischen.
Wie lautet nun Deine Antwort?

lg Sabine


Hi Sabine,
ich denke, Antje hat quasi aus den Interna der Schafpudelszene widergegeben, was dort beheimatete Schäfer und andere "empfehlen", um
ggf. das an Leistungs- bzw. Gebrauchsdefizit auszugleichen bzw. wieder etwas ins rechte Lot zu bringen , was manchem Pudel offenbar abgeht.
Das ist/wäre (meiner Ansicht nach) aber kein reines "Pudelproblem" , es ist meines Erachtens eher ein Selektionsproblem oder eines , was mit
hüterischen Anforderungen an betreffende Hunde zusammenhängt. - Soll z.B. heißen , ein "durchgeknallter Pudel" (Antjes Worte sinngemäß)
erfüllt womöglich noch immer genau den Zweck, den er innerhalb einer Zuchtlinie schon immer erfüllt HAT, allerdings kann er dies nur , wenn er
zur rechten Zeit im PASSENDEN Hüteumfeld agieren darf. - Ändert sich das Umfeld , die geforderte Hüteweise, kann der Hund nicht so mir nix
dir nix "umschalten" - er ist schließlich in ein bestimmtes Umfeld hinein "programmiert" ... das könnte eine Erklärung sein.
(Es gibt übrigens auch IN DIESEM SINNE durchgeknallte Füchse, Strobel usw.)

Sabine, die Antwort lautet immer noch NEIN ***lach.
Ich darf verlinken :
http://www.altdeutschehuetehunde.de/?id=40
(By the way .... wer den Text mal genau liest und sich an "frühere Zeiten" erinnert, der wird bemerken, warum mir (ausgerechnet mir)
dieser Text ziemlich gut gefällt. Er ist meines Erachtens ein guter Kompromiss aus der schon fast rigorosen Härte ganz früher Jahre und
Einflüssen, die nicht zuletzt Auseinandersetzungen entspringen , an denen unsere Foren zumindest nicht ganz unbeteiligt waren !
Ich jedenfalls kann mich darüber freuen.

LG
Dietmar
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#47von crabat » 16. Jan 2014, 17:01

huetefuchs hat geschrieben: es ist meines Erachtens eher ein Selektionsproblem oder eines , was mit
hüterischen Anforderungen an betreffende Hunde zusammenhängt. - Soll z.B. heißen , ein "durchgeknallter Pudel" (Antjes Worte sinngemäß)
erfüllt womöglich noch immer genau den Zweck, den er innerhalb einer Zuchtlinie schon immer erfüllt HAT, allerdings kann er dies nur , wenn er
zur rechten Zeit im PASSENDEN Hüteumfeld agieren darf. - Ändert sich das Umfeld , die geforderte Hüteweise, kann der Hund nicht so mir nix
dir nix "umschalten" - er ist schließlich in ein bestimmtes Umfeld hinein "programmiert" ... das könnte eine Erklärung sein.
(Es gibt übrigens auch IN DIESEM SINNE durchgeknallte Füchse, Strobel usw.)
Dietmar



Vielleicht höre ich mich jetzt ein wenig dumm an, aber damit kann ich gut leben. Bin ja zum lernen hier.
1. wie definiert man "durchgeknallt"
2.wenn so ein durchgeknallter noch immer seinen Zweck erfüllt, dies aber nicht mehr kann, sobald sein Hüteumfeld wechselt -
dann kann doch da der Hund nichts dafür. Ein Yak fühlt sich in Arabien auch nicht wohl, ein Wolfshund nicht in der Großstadt, ein Kaltblut gewinnt kein 24-Stunden-Rennen.
Statt dem Pudel mittels anderer AH-Einkreuzung irgendwas wegzunehmen oder hinzuzufügen, nimmt man dann einfach einen Schlag, der das schon hat. Bzw haben sollte, sofern
der Verband gute Arbeit leistet.

Zu Deinem Link: Logischerweise kann ich nicht mit "früheren Zeiten" vergleichen. Da war ich noch nicht am Thema.
Was ich primär herauslese:
Man will sich bemühen, die aufgeführten 8 Eigenschaften des AH zu fördern.
Soweit so gut.

Dann aber lese ich, man sei daran "interessiert" auf HD zu prüfen.
Das ist also keine Vorgabe?

Ich lese: auch Mitglieder ohne Schafe haben Hunde, die die ZTP problemlos erarbeiten.
Dann kommen die Regularien der ZTP.

Soweit ok.

Wie macht man das, wenn man einen AH hat, keine Schafe, und den entweder im Leistungshüten mit Trieb und Griff vorstellen soll oder eben gesondert in einer ZTP?
Oder sind das weit weniger Leute, als es sich für mich liest?

Denn irgendwie mein ich, hier müssen doch Theorie und Praxis auseinanderscheren?
Täte es das nicht, so gäbe es auch nicht das Problem bei all den anderen Rassen, und die daraus folgende Teilung in Show- und Arbeitslinie.
Oder versteh ich hier etwas falsch?
lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#48von Dietmar » 16. Jan 2014, 20:32

Magst Du Deine Fragen bitte kurz und konkret stellen, Sabine ? WAS genau erschließt sich Dir nicht aus dem
Gelesenen ?
Bitte bedenke , das ist so ziemlich die 27. Auflage , in der ich solche Sachen beantworten muss , soll , ....



WENN das , was viele "Hütetrieb" nennen , wirklich existiert, dann nat. nicht nur bei Schäfers , sondern auch beim Sofahund ...
> ergo kann man DIE auch ZTP-mäßig checken ... ist doch logisch ...
JEDEN AH oder DSH kann man dementsprechend prüfen , das strapaziert bisweilen allerdings die "Prüfungsherde" ...
zB wenn "Durchgeknallte" zur Anwendung kommen , die keine Balance zur Herde finden , sondern wie die Wilden reinstechen
um Beute zu machen o.ä. .... wo man nicht von "Griff" sondern von Reißen sprechen muss ,, Unkontrollierbare halt ....
Manfred Heyne hätte gesagt : Solche OHNE den "genetischen Gehorsam" !

Di.
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#49von Zottelpudel » 16. Jan 2014, 20:59

Ich kann jetzt nur für die Pudel sprechen, weil ich halt mit denen mehr zu tun habe.
Die sind etwas "irrer" oder durchgeknallter als die anderen AH-s - wie soll man das definieren?! Niedrigere Reizschwelle, mehr Schutztrieb (die Strobel ausgenommen), vielleicht noch mehr Selbständigkeit.
Mir sagte auch eine Schäferin z.B. - in der Lehre wollte keiner das Pudelgespann, weil sie schwerer zu handeln (wie es jetzt so schön heißt) waren - Ohren zu und ihr eigenes Ding gedreht.
Deshalb wohl auch die Aussage, etwas anderes mit rein.
Wobei es auch Schäfer gibt, die das nicht so kannten.
Interessant finde ich ja, daß z.B. bei Kreuzung Pudel + Fuchs keine optischen Mischungen rauskommen, sondern eben Füchse und Schafpudel...

Und - weil es eben bei der Zucht / Vermehrung der Schafpudel so wenig gute Züchter gibt und allgemein da vieles nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, habe ich ja wieder einen Nicht-Pudel. VDH-Züchter, aber welche, die ich schon ewig kenne, wo ich weiß, wie ich dran bin.
Zottelpudel
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#50von Dietmar » 16. Jan 2014, 21:54

Zottelpudel hat geschrieben:Interessant finde ich ja, daß z.B. bei Kreuzung Pudel + Fuchs keine optischen Mischungen rauskommen, sondern eben Füchse und Schafpudel...





Wir erinnern uns an sie süße "FEE" .... ! ?
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