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Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#51von Zottelpudel » 16. Jan 2014, 22:59

Ja, z.B. - hab ich auch noch bei anderen gesehen,
Zottelpudel
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#52von crabat » 17. Jan 2014, 09:41

Guten Morgen Dietmar

Entschuldige. Hast ja recht.
Als Beginner ist man aber nu mal neugierig, hat 100 Fragen auf Lager - da vergißt man dann leicht, daß das Gegenüber mit einem das xte Dejavu erlebt.

Natürlich ist zb ein genetisch hochpräsenter Trieb wie Jagdtrieb auch beim Sofahund vorhanden.
Jagd-, Wind-,Nordisch- usw........all diese Tiere in Privathand oder auch aus schon mehrere Generationen lang nicht mehr rassetypisch gezüchteten Linien belegen das.

was ich nicht verstand, ist Folgendes:
auch wenn so ein Privat-AH Trieb zeigt, oder hat,
kann ich ihn doch nicht sauber an der Herde testen,w enn der Halter Nichtschäfer ist. Bei der ZTP.
Ich kann allenfalls das Vorhandensein des Jagdtriebs (von dem der Hütetrieb ja nicht loszulösen ist) sehen.

Ich kann aber nicht sehen, ob der Hund eine Balance an der Herde finden würde, würde man ihn ausbilden. Weil es lediglich eine Momentaufnahme eines unausgebildeten Hundes ist. Wie der sich mit Ausbildung entwickeln würde, bleibt reine Spekulation.

Wenn ich also einen Privathund für die Zucht teste, hat er entweder ein Interesse an den Schafen oder nicht.
Hat er gar keins, darf er nicht in die Zucht. Damit bin ich einig.

Hat er eins, so wird er je nach bisheriger Erziehung (als PRIVAThund) und Triebstärke mehr oder weniger vehement auf die Schafe zugehen.
Aber selbst einer, der sich dabei besonders griffig anstellt, muß doch nicht automatisch ohne den genetischen Gehorsam sein.
Die ZTP soll zw 18-24 Monaten sein.
Das ist ein Alter, wo ein triebstarker Hund nun mal noch sehr überschwänglich ist. Zumal ich finde, daß AH (ich kann nur von denen reden, die ich kenne) in Teilen durchaus zu den sogenannten Spätentwicklern gehören können. Manche sin d da mit 1,5J noch seeeeehr unausgewogen in Konzentration, mentaler Belastbarkeit oder bei schwallartiger Reizüberflutung.

Fehlte ihm bisher jeder nähere Bezug zu Schafen, kann der durchaus erst mal überbordern. Manche nenen das dann - für mich viel zu früh - Unkontrollierbarkeit.
Du hast das ja auch so formuliert.
Hieraus eine übermäßige Griffigkeit abzuleiten, mit eventuellem Zuchtausschluß - DAS verstehe ich nicht.
Weil eine saubere Ausbildung dieses Bild völlig verändern könnte.

eine Arbeitshundzucht aber braucht vielleicht gerade solche starken Hunde. Heißt, hier wäre eigentlich zumindest eine kurze Grundausbildung nötig, ein Wiederholen der ZTP, und DANN
der Entscheid, ob geeignet oder nicht.
Denn es geht um das Selektieren von Zuchttieren. Und das sollte eine ernste, wohlbedachte Entscheidung sein. Wenn man sich schon den Erhalt der Rasse auf die diversen Fahnen schreibt.
Oder seh ich das nun so falsch?

habe ich mich jetzt besser ausgedrückt?
(kürzer ging nicht :-)

lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#53von Chica » 17. Jan 2014, 12:09

Moin Sabine,

an Dietmar reiche ich nicht ran ;-)

Ich versuche Dir aus meiner Sicht zu antworten!
Bevor nun diese ZTP gemacht wird, wird der Hund vorbereitet, es gibt Hüteseminare und manche
Schäfer erklären sich bereit mit Hund und Halter „zu arbeiten“.
Ein guter Grundgehorsam vorausgesetzt!
Niemand würde eine Begleithundeprüfung ohne Vorbereitung laufen....
Ich denke bei solchen Seminaren kristallisiert sich heraus, wie weit der Hund geeignet ist.
Ob es NUR erlernt ist, oder Talent - oder auch der genetische Gehorsam!

Da sind Fachleute, die Deinen Hund einschätzen können.....

Meine Teddy half mir auch, ihr habe ich gesagt, wo, wie und was....das hat sie getan.....aber eine Zuchtauglichkeitsprüfung - naja ;-)
Lou ist anders, sie hätte ich anmelden können, wenn sie dann eine AH wäre und wenn ich hätte züchten wollen....

Ich habe eine ganze Zeit Hunde vom Schäfer bekommen, da er aus Zeitmangel sich nicht um die Grundbefehle kümmern konnte.
Danach wurden sie problemlos zur weiteren Ausbildung mit an die Herde genommen.
Ein Schäfer hat einen Blick für DEN Hund!

Mylo, ein etwas anderer Fall, auf den ich nicht weiter eingehen möchte.....ist nur an einer Herde glücklich geworden!
Er kam zu den Schafen, es machte klick und er war in der schon ersten Woche in der Lage 500 Schafe zu begleiten und auch die Herde zu kippen.

LG
Mara
Chica
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#54von Dietmar » 17. Jan 2014, 13:34

Hi Sabine und Mara,

::old es geht bei ner ZTP eben N I C H T (!) um "Erziehung" - es geht platt gesprochen eher um eine BEziehung
und zwar DIE, die der Hund zu seinem eigenen Verhaltensrepertoire hat. Es geht darum , zu sehen , was DRINSTECKT , NICHT um das
was "man/frau reigesteckt HAT" ! Es ist ganz wichtig, sich das klarzumachen.

Mein altes "Bild" mal wieder .... auch , wenns vielleicht physikalisch hinken mag .... > stellt Euch 2 Stabmagnete vor (bitte) ....
Der eine ist der Hund (AH) , der andere ist die Herde. > Hund sieht Herde (bzw. wird zu ihr hingeführt) ....
Er fühlt sich "magnetisch" angezogen > prima ! Er will also HIN und NICHT WEG !
Nun läuft er hin ... aber wie weit ? Läuft er gar IN die Herde rein ? > NEIN , ein "GUTER" Hund erfährt schon beim Erkennen,
dass Bewegung in die Herde kommt eine Art "Umpolung" (Bild vom Magneten!) > er hält inne , sticht NICHT in die Herde ....>
aber wo soll er denn HIN ? Er sucht eine Linie , eine Grenze , einen Weg, den er ablaufen kann (und wenns nur aus Frustabbau sein sollte) ;
er nimmt diesen Weg AN , läuft ihn auf und ab (im besten Falle) ... der Begriff "Furche" ist missverständlich - es muss keineswegs immer ne
reale Ackerfurche sein und es ist in den seltensten Fällen eine solche - nein ... "Furche" kann alles mögliche sein .
Die innere Spannung des Hundes ist dabei fast mit Händen greifbar - man spürt den Instinkt , man sieht ihn ....
das AUGE des Hundes ist fixiert auf die Herde - laufen tut er , um dieser Spannung quasi ein Ventil zu bieten und NICHT,
weils ihm jemand "kommandiert" hat ....
Ein Hund , dem sein Instinkt das oben kürzestmöglich geschilderte Verhalten als das angemessene nahelegt , zeigt ,
auch wenns noch nicht "perfekt" (wer/was ist schon perfekt) ist , HÜTEHUNDWESEN.
Die (in meinem Bild) im Hund angelegte magnetische "Austariertheit" von Hund und Herde ist nicht statischer Natur , sie ist eher labil.
Das muss sie auch sein, sonst würde man mit seiner Herde ja nicht von der Stelle kommen **gg ...
Bei der ZTP wird nur eine Situation abgefragt , die quasi den Magnetschalter wieder in Richtung "Anziehungskraft" umlegt und wo der Hund
den direkten Kontakt zum Vieh herstellen soll , der Griff.
Übrigens gaaar keine sooo einfache Übung für manche noch junge Hunde . Da kommts drauf an , dass der Hund nicht wild
irgendwohin "beißt" und womöglich ins Hetzen verfällt , sondern vielmehr das kurz und trocken gegriffene Einzeltier insofern nicht als
"SEINE Beute" versteht , als ihn die Masse der Herdentiere wieder in den Zustand der sich abstoßenden Magneten gelangen lässt.

Das Ganze ist schwieriger zu beschreiben , als zu SEHEN ... jede von Euch würde in der Realität sehen und erkennen , was einen gut veranlagten AH
ausmacht.

Manchmal hilft die Suche im Forum ... **gg
paar Bilderchen hier :
termine-f34/oktober-2011-aah-ztp-neuenkirchen-t263.html?hilit=ZTP%20Neuenkirchen

LG
Di.
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#55von crabat » 17. Jan 2014, 17:58

Chica hat geschrieben:Bevor nun diese ZTP gemacht wird, wird der Hund vorbereitet, es gibt Hüteseminare und manche
Schäfer erklären sich bereit mit Hund und Halter „zu arbeiten“.
Mara



Hi
Ja, soooo sieht das schon anders aus.
DAS wusste ich nicht. Ich habe das so verstanden, daß mögliche Zuchthunde aus Privathand mal unter prof. Aufsicht an Schafe gelassen werden (die sie dann natürlich uU bös herumjagen oder auch angehen),
um zu testen, ob Trieb vorhanden ist.
Ist er es, und zeigen sie dabei noch Gehrosam, kommen sie in die Wahl. Dann folgt der Gesundheitsteil.
Und das hat mir nicht eingeleuchtet.

Mir war nicht klar, daß ein Privathund zuvor eine Art Grundausbildung erhält. Mehr oder weniger jedenfalls.
lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#56von crabat » 17. Jan 2014, 18:03

Dietmar hat geschrieben:Manchmal hilft die Suche im Forum ... **gg

Di.


...bin zwar fleißig am Durchforsten, aber alles hab ich noch nicht durch:-)
Kommt noch, kommt noch.
Was den Rest angeht, das muss ich mal wirken lassen.
Danke.
lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#57von Dietmar » 17. Jan 2014, 18:03

crabat hat geschrieben:
Chica hat geschrieben:Bevor nun diese ZTP gemacht wird, wird der Hund vorbereitet, es gibt Hüteseminare und manche
Schäfer erklären sich bereit mit Hund und Halter „zu arbeiten“.
Mara



Hi
Ja, soooo sieht das schon anders aus.
DAS wusste ich nicht. Ich habe das so verstanden, daß mögliche Zuchthunde aus Privathand mal unter prof. Aufsicht an Schafe gelassen werden (die sie dann natürlich uU bös herumjagen oder auch angehen),
um zu testen, ob Trieb vorhanden ist.
Ist er es, und zeigen sie dabei noch Gehrosam, kommen sie in die Wahl. Dann folgt der Gesundheitsteil.
Und das hat mir nicht eingeleuchtet.

Mir war nicht klar, daß ein Privathund zuvor eine Art Grundausbildung erhält. Mehr oder weniger jedenfalls.
lg Sabine


Die Tatsache, DASS es so ne Art "Grundausbildung" gibt , heißt allerdings nicht, dass das Ergebnis der ZTP davon abhängig wäre ;
meines Erachtens verfälscht diese Grundausbildung eher , ja ... wie in dem Link beschrieben, kann sie sogar hinderlich sein !
Man will ja ANLAGEN prüfen und sehen und kein Erziehungsergebnis .
Aus Gründen der HerdenSICHERHEIT ...also zum Schutz der Schafe (!) - ja .... kann man nicht JEDEN Hund "loslassen".
Di.
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#58von Dietmar » 17. Jan 2014, 19:21

Dietmar hat geschrieben:Manchmal hilft die Suche im Forum ... **gg

Di.


damit meinte ich mich SELBER (!) ... ich wusste , dass ich Bilder habe , hätte aber auf einigen Festplatten suchen müssen ....
da kam mir die Forumssuche sehr entgegen ....**gg
Di.
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#59von crabat » 21. Jan 2014, 10:04

Dietmar hat geschrieben:Die Tatsache, DASS es so ne Art "Grundausbildung" gibt , heißt allerdings nicht, dass das Ergebnis der ZTP davon abhängig wäre ;
meines Erachtens verfälscht diese Grundausbildung eher , ja ... wie in dem Link beschrieben, kann sie sogar hinderlich sein !
Man will ja ANLAGEN prüfen und sehen und kein Erziehungsergebnis .
Aus Gründen der HerdenSICHERHEIT ...also zum Schutz der Schafe (!) - ja .... kann man nicht JEDEN Hund "loslassen".
Di.


Damit ich das jetzt nicht falsch verstehe:
Du findest ebenfalls, daß mittels "Grundausbildung" eine Verfälschung hergestellt werden KANN.
Dann sind wir uns da einig.

Anlagenprüfung ist nämlich eine Prüfung einer eventuell vorhandenen ANLAGE.
Nicht das Beschauen einer Anlage, die schon forciert wurde (mittels Grundausb.), aber von der Basis her ungenügend ausgebildet
und auch per Fachausbildung nicht auf ein hohes, genügendes Level hinaufzuschrauben.
Sprich zur Zuchttauglichkeit, besser wäre noch zur "Zuchtverbesserung".

Denn hier krankt es doch in den Zuchten allgmein.
ein guter Zuchthund sollte zur Verbesserung irgendwie nutzbar sein.
Alles andere ist lediglich "zuchttauglich".

Das Problem, daß einige Hunde zu scharf an die Schafe rangehen , oder würden, und man die hinsichtlich TSCH nicht ranlassen sollte, ist da.
Das sehe ich auch so.
Aber gerade DIESE Hunde haben ja den gewünschten Trieb erst mal.
Da muss man eben eine Art und Weise finden, die Schafe zu schützen, und trotzdem den Hund laufen zu lassen. Nur so kann man Triebstärke einerseits
und Bindefähigkeit/-willen zum HH andererseits beurteilen ?
lg Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#60von Dietmar » 21. Jan 2014, 11:53

crabat hat geschrieben:Da muss man eben eine Art und Weise finden, die Schafe zu schützen, und trotzdem den Hund laufen zu lassen. Nur so kann man Triebstärke einerseits
und Bindefähigkeit/-willen zum HH andererseits beurteilen ?


Genau - ...aaaaber - stell Dir vor , es wäre DEINE Herde ...
Also ICH (wenns meine wäre) würde da nicht "Hinz und Kunz" ranlassen, der oder die "mal eben testen" will, was der Hund so "draufhat
auf der Hütefestplatte" .
In aller Regel haben "wir Privatmenschen" doch weder den unbedingten Willen, noch Fähigkeiten, Mittel und Wege parat, solche Hunde
in einer solchen Situation zu kontrollieren. Das sieht bei "Schäfers" in der Regel ganz anders aus. Von daher kann man nur um Verständnis werben,
wenn nicht jeder Herdenbesitzer gleich Feuer und Flamme ist , wenns um Laienhunde am Vieh geht.

LG
Di.
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