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Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#1von crabat » 9. Jan 2014, 15:57

Hallo
Eingedenk der Worte von hütefuchs, daß er das hier als eine Art Illustrierte sieht und die User quasi die Redakteure - also daß dies kein "internes" Forum sein soll, sondern eines mit Außenwirkung,
beginne ich nach meiner Vorstellung mit der 1.Frage.
Über Antworten freue ich mich, da ich 1.mehr über den AHH als solchen lernen möchte, als auch Fragen zu meinem eigenen Hund habe.

Ich habe ja nun seit ca 1 Jahr einen AHH. Oder anders: es war ein AHH, jetzt ist es ein Hund.
Da ja die Defi der AAH nur Hunde an der Herde als AHH sieht.

Wie dem auch sei, der Hund hat mehrere Jahre eine recht große Herde begleitet.
Dann extremer Leistungseinbruch, Weitergabe selbst in Hobbyhand aufgrund dessen nicht sinnvoll. Er landete dann bei mir.
Die Übernahme war gut überlegt da er nicht zum Rest des Rudels passte. Heute übrigens weniger denn je.
Trotzdem fiel die Entscheidung, da er sonst keine Chance hatte.

Da ich über ein wie ich meine sehr akzeptables Wissen auch über Rassen verfüge, die ich noch nicht selbst gehalten habe, war mir mehr als nur im Ansatz klar, was auf mich zukommen kann (aufgrund der Hundekonstellation hier und unserer Lebensweise und seiner genetischen und aufgrund der Haltung vorher sozialmotivierten Eigenheiten).
Vieles traf zu, einiges - vor allem im Verhalten des Neuen - trat doch stärker zutage als ich "erhofft" hatte. Zb sein sehr ausgeprägter Wehrtrieb beim Resourcenschutz (bezieht sich auf mich als die einzig von ihm hier angenommene Bezugsperson).

Nun aber erst mal zur Frage:
ich halte diverse "Arbeitsrassen". Lang- und kurzfellig. Die kurzfelligen waren nicht geplant und sind wie der AHH aus Notsituationen hier aufgeschlagen.Das Leben macht einem eben hin und wieder einen Strich durch die
Wunschrechnung :-)

Alle, kurz- wie langhaarig, kann ich guten Gewissens als wetterkompatibel bezeichnen. Klar, die langfelligen haben es nicht so mit 40 Grad Celsius, die kurzfelligen andersherum. Das liegt in der Natur der Sache.
Allen gemein ist aber, das Fell ist "schmutzabweisend", regenabperlend, verfilzungsresistent. Lauter Eigenschaften also, die für mich mit einen Hund aus einer wie auch immer definierten Arbeitsrasse ausmachen.
Ist die Fellung anderes, ist für mich das Optimum zb die Schnürung eines Puli. Als Beispiel.
Alles zwischendrin ist doch eher ungeeignet für den Einsatz in Regen,Matsch,Schnee etc.

Aufgrund unserer Breitengrade braucht ein draussen arbeitender Hund weder ein Fell wie ein Grönländer, noch eine dünne Decke wie ein Windhund aus den Wüstengebieten.
Sondern eines, das nicht schnell durchfeuchtet bis auf die Haut aber auch nicht ewig zum Trocknen braucht, eines, das nicht so leicht zum Einfilzen neigt, eines, das wärmt, aber auch und vor allem im Sommer das Arbeiten zulässt.

Anhand des Beitrages von hütefuchs (zur Systematik des AHH) aus 2012 ist mein Hund aus Sicht der AAH wie auch des hütefuches
ein Süddtsch.Schwarzer, Farbschlag Tiger.
Aus Sicht des im dortigen Beitrag verlinkten FB-Eintrages ein altdtsch. Tiger.

Für mich war er bislang ein AHH,süddtsch.Schlag mit Merlegen. Aber vielleicht muss ich das nochmal überdenken:-)
Jedenfalls ist der Hund ein AHH, die etwas schwerere südliche Variante, ohne findbare Fremdeinkreuzung, aber mit arbeitenden Ahnen.
Mit dem Wort Tiger halte ich mich inzwischen zurück, weil es mir mißfällt, was dieses Wort ausgelöst hat bei Menschen, wo ich mir Infos erhoffte.

Er ist langstockhaarig, mit reicher Befederung an den Vorderläufen, viel Brusthaar und auch Befederung rund um die Hinterballen.Die beginnt am Sprunggelenk und fusselt sich dann ungleichmäßig bis nach unten.
Bzw fusselte. Denn hier musste ich pediküren.
Soviel Gefussel, in dem jeder Halm, jede Klette und sonstiger Mist hängen bleibt und der Hund bei Matsch gleich ein halbes Kilo schwerer ist, brauche ich nicht.
Gleiches hätte an sich für die starke vordere Befederung gegolten - doch hier habe ich nur um die Ballen eingekürzt, den Rest hat mir die Ästhetik verboten:-)
Die reichbehaarte Brust blieb ebenfalls unangetastet, lediglich die Bauchlinie wie die zu starke Behaarung am Penis wurde begradigt bzw eingekürzt (wegen des sich daraus ergebenden Einpieselns, was bei Wohnungshaltung nicht ganz so lecker ist).
Die Rute musste ich wegen nicht beizukommender Verfilzung stark einscheren.

Damit ihr euch ein Bild machen könnt:
nach einem Gang bei Regen durch matschige Felder ( nein, ohne sich-in-den-Acker-oder-Pfütze-legen) sah man einen Hund, der vorn wie hinten an den Hacken viel Dreck mit sich rumtrug, dessen Bauch patschnass und vollgematscht war, dessen Decke fast klatschnass vor sich hintrielte und der in der feinen Haarstrucktur Bauch,Vorderläufe,Rute, Ohren,Brust und Hals (ausser an den Keulen) eine halbe Wiese mit sich schleifte.

Ich beguckte mir also meinen vollhängenden nassen Hund und dachte: wie hat so ein Hund den ganzen Tag draussen, bei Wind u Wetter, denn überstanden? Bzw, wie überstehen die das unbeschadet ?Und danach die Unterbringung, die schäfertypisch, um mal pauschal zu reden, sehr urtümlich war und auch bei vielen anderen so ist.
Als Arbeiter an der Herde ist tägliches Bürsten nun mal nicht existent, und dementsprechend verfilzt war er an einigen Stellen.
Nasses, verfilztes, dadurch schlechttrocknendes Fell bei Wind u Wetter und dazu die Nachthaltung auf ein wenig Stroh, winters bei teilweise starken Minustemperaturen ist nun mal der Gesundheit nicht förderlich.
Gerade Arbeitshunde aber sollten einen Mantel haben, der sie vor solchem Unbill schützt.

Am Anfang dachte ich noch, von wegen AHH, eher Mischling. Dann aber, im Lauf der Zeit und nach Besehen von anderen AHH, war klar: doch , die gibts. Auch an den Herden.
Nachvollziehen kann ich das jedoch nicht so ganz.
Strobel, Roll-/Rauhhaar - für mich geeignet für ein so rauhes Leben.
Das Fell des meinigen jedoch (und anderer, die ich inzwischen kennenlernen konnte) ist leicht ähnlich eines BC. Nur , der BC (Border kommt ja von Grenze, also Grenze zw England u Schottland) kommt aus einer eher gemäßigten Zone. Manche sagen, dort ist immer April, mal wärmer, mal kühler. Golfstrom halt.
Im deutschen Raum , gerade auch auf den Höhen, sieht das gänzlich anders aus.
Wenn ich das Unerfell eines BC mit dem meines Hundes vergleiche, schneidet meiner keinesfalls besser ab. Eher schlechter.

Überall wird man informiert, die Schäfer züchten nicht auf Optik,sondern Eignung.
Ein wenig zweifle ich, schon alleine aus Gesprächen heraus. Heißt, zumindest nicht allen ist die Optik völlig egal.
Allerdings , so wie ein Schaf mittels Fell in sein Umfeld passen soll, um die Haltung nicht zu verkomplizieren, so sollte es doch auch beim Hütehund sein?

Ähnliche Erfahrungen jemand?

lg crabat
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#2von huetefuchs » 9. Jan 2014, 16:55

Hallo,
ich schreibs mal in den öffentlichen Bereich und nicht zum Vorstellungsbeitrag :

Es tut mir sehr leid, aber mit einem Pseudonym , welches sich (zB bei KSG) in Wirklichkeit nie zu einer realen Persönlichkeit
"entwickelt" , kann ich mich nicht hier in unserem kleinen und schon fast mehr als persönlichen Forum nicht zufrieden geben.
Wer sich HIER bei uns nicht traut , die Maske zumindest so weit zu lüften , dass diejenigen, die ja schließlich ihre Zeit
für etwaige Antworten aufbringen sollen , zumindest eine Ahnung haben , ob sie es mit Männlein oder Weiblein zu tun haben , was sich zB durch einen
Vornamen ausdrücken ließe, der oder die ist HIER ganz bestimmt am verkehrten Platz.

Das meine ich keineswegs irgendwie "böse" ... es gehört halt nun mal zum besonderen Charakter dieses Forums
und ich sehen keinen Grund , davon abzuweichen.
Den Account habe ich deshalb deaktiviert ( noch nicht gelöscht) .

Dietmar



edit hf:
Der Account wird wieder freigeschaltet.


Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig:
Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
A. Einstein 1879-1955

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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#3von Dietmar » 9. Jan 2014, 20:00

...nochmal Hallo ,

ich würde empfehlen, die Fragen zumindest AUCH mal im wirklich ZUSTÄNDIGEN FORUM zu stellen ...
also hier : http://www.a-a-h.org/forum/
Dort tummeln sich zumindest mehr wirkliche FACHleute ...



LG
Dietmar
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#4von crabat » 10. Jan 2014, 15:43

Hallo Dietmar
darüber muss ich erst einmal nachdenken.
Denn bislang fühle ich mich dort nicht willkommen.
Mein Hund hat keine Papiere, wenn auch eine lange Reihe hart arbeitender Ahnen.
Ist also lt Definition AAH kein AHH.

Er arbeitet bei mir nicht mehr an der Herde.
ist also lt Definition AAH kein AHH.

Und ich werde ihn, trotz seiner durchaus nicht schlechten Leistung an der Herde,
nicht registrieren lassen.
Sein Gesundheitszustand, deswegen ich ihn übernahm, profiliert ihn absolut nicht zum Zuchtrüden
(wenn auch schon einige Anfragen aus Hobbyschäferkreisen kamen, dem Krankheitsbild zum Trotz - was bei mir völlig Fassungslosigkeit auslöste).

An die anderen:
ich würde mich freuen, wenn sich jemand hinsichtlich Fellfrage angesprochen fühlt.

Es tummeln sich hier sicher noch mehr Hunde, die mal gearbeitet haben, oder dies sogar noch tun.
Im Lauf der Zeit werde ich euch besser kennenlernen.Und ihr mich.
Kann ja nicht sein, daß ich den einzig existenten Fusselhund mit weichen Behängen etc erwischt habe:-)

Vielleicht ist das ja aber auch normal, daß die lang-bzw langstockhaarigenn durch die Bank solche Dreckschleudern sind.
Dann aber stellt sich immer noch die Frage: warum forciert die Arbeitszucht nicht stattdessen einfachere Fell-Linien? Wo die Hunde die oft rauhen Haltungsbedingungen
aufgrund besseren Fells besser aushalten?

liebe Grüße
Sabine
crabat
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#5von Dietmar » 10. Jan 2014, 19:59

Hi Sabine,
ich "zitiere" mal ein paar Punkte,z damit ich nen Anhalt habe ... iss in meinem Alter immer ganz gut **gg
crabat hat geschrieben:Ist die Fellung anderes, ist für mich das Optimum zb die Schnürung eines Puli. Als Beispiel.
Alles zwischendrin ist doch eher ungeeignet für den Einsatz in Regen,Matsch,Schnee etc.

Aus Sicht des im dortigen Beitrag verlinkten FB-Eintrages ein altdtsch. Tiger.
Für mich war er bislang ein AHH,süddtsch.Schlag mit Merlegen.

Mit dem Wort Tiger halte ich mich inzwischen zurück, weil es mir mißfällt, was dieses Wort ausgelöst hat bei Menschen, wo ich mir Infos erhoffte.

Damit ihr euch ein Bild machen könnt:

im Lauf der Zeit und nach Besehen von anderen AHH, war klar: doch , die gibts. Auch an den Herden.

Heißt, zumindest nicht allen ist die Optik völlig egal.


Allerdings , so wie ein Schaf mittels Fell in sein Umfeld passen soll, um die Haltung nicht zu verkomplizieren, so sollte es doch auch beim Hütehund sein?


1)Wenn ich Dich recht verstanden habe, dann wunderst Du Dich darüber , dass es offenbar real hütende (also in ihrem Job arbeitende) Altdeutsche Hütehunde
(,die ich gerne schon aus Verwechslungsgründen nur mit "AH" abkürzen würde ... "AAH" ist die Arbeitsgemeinschaft zur Zuch Altdt. Hütehunde,) GIBT ,
die dem gesunden Menschenverstand nach EIGENTLICH - wie soll ich sagen , ... "UNPASSEND GEKLEIDET" sind.
Ohne den konkreten Hund gesehen zu haben ... JA , es kann sein , dass es so etwas gibt - allerdings sind die AH eigentlich vom Erscheinungsbild
her so "konstruiert" , dass sich für jede der angebotenen Fellarten so etwas wie ein "Sitz im Leben" ableiten lässt.
Soll heißen ein Pudel "passt" in einer Topografie unter Umständen perfekt , in der ein stehohriger Mitteldeutscher nicht so recht passen würde.
Die Erscheinungsbilder der Hunde sind Abbilder sowohl der traditionellen Schäferästhetik als auch der langschaftlichen Erfordernisse.
Insofern haben sich Extreme, wie Du sie andeutest , eigentlich über die vielen vielen Jahrzehnte "ausgemerzt" .
Man muss auch ...und das sage ich bewusst "nach draußen" (meine also nicht direkt DICH) , ehrlich sein , und zur Kenntnis nehmen,
dass zum Beispiel die Langhaarfraktion BEIM SCHÄFER nur so lange wirklich LANGhaar trägt , wie die Leistung nicht drunter leidet.
SCHEREN der Hunde ist quasi "normal" - und das ist auch GUT SO !

2)MERLE "wuselt" sich "traditionell" durch alle Rassen der AH . - Hunde, die ausweislich ihrer Fellzeichnung dieses Gen tragen,
nennt man in der Szene nun mal "Tiger" ... das hat sich so eingebürgert ... ich finds nicht weiter schlimm. WÜRDE aber wünschen,
dass diese Hunde nur unter Schmerzen und NICHT so mir nix Dir nix an Laien abgegeben werden. Über den Erbgang dieser Hunde muss
man Bescheid wissen.


3)zur "Optik" ...WOW .... ***lach ...."mein Thema" ....
Ganz eindeutig JA !!!!!!!!!!!! GUTEN SCHÄFERN tut man UNRECHT (!!) , wenn man ihnen unterstellt , es käme einzig und allein auf Arbeitsleistung an.
TUT ES NICHT ! .... Jeder Berufsstand hat seine "EHRE" - zumindest , solange er sich auf TRADITION beruft ...und das tun die Schäfer ,
die zu den "Guten" gehören ! ZU dieser Ehre gehört unabdingbar , dass man nach DRAUßEN UND UNTER KOLLEGEN DA , WO ES GILT ,
auch ein GUTES BILD ABGIBT ! Das ist nun mal so ...und es ist GUT SO ! ZU diesem Bild GEHÖREN ZWEI HUNDE , die "sich sehen lassen können"...
die sich arbeitstechnisch UND OPTISCH ERGÄNZEN ! (Stichwort "Passergespanne")
"WAS" .... und jetzt wird spannend , KANN sich denn "sehen lassen" ?
Na DAS , was den traditionellen RICHTLINIEN entspricht . Es gäbe längst zB keine "Füchse" mehr , wenn ihr IDEALBILD nicht Teil der
Tradition geworden wäre . Ginge es NUR nach Leistung , wären alle Hunde "umbragestromt mit weißen Flecken" , hätten die wildesten Fellkleider
und Ohren bis auf den Boden audf der einen Sete auf der andern ein Kippstehohr. NEIN ....
Es steckt schon ein "Standarddenken" dahinter ...auch wenn mans nicht zugibt .


...das solls erst mal sein .... hab ich was vergessen? **gg

LG
Dietmar



...Nachtrag ...JA hab was vergessen , nämlich zu sagen, dass ichs mit v. Stephanitz halte, der das gemeine STOCKHAAR des DSH
für das geeignetste Fellkleid des Hütehunds hielt ...
Sorry @alle Fusselhundfans !***gg
Komischerweise sind Stockhaarhunde allerdings hüterisch in der UNTERZAHL ! ...das muss ich zugeben ....
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#6von Dietmar » 10. Jan 2014, 20:29

crabat hat geschrieben:Mein Hund hat keine Papiere, wenn auch eine lange Reihe hart arbeitender Ahnen.
Ist also lt Definition AAH kein AHH.

Er arbeitet bei mir nicht mehr an der Herde.
ist also lt Definition AAH kein AHH.

Und ich werde ihn, trotz seiner durchaus nicht schlechten Leistung an der Herde,
nicht registrieren lassen.



....bite bitte ***ggg darf ich das MORGEN beantworten bzw. kommentieren ???
Di.
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#7von Chica » 11. Jan 2014, 14:59

Hallo Sabine,

Mein Hund hat keine Papiere, wenn auch eine lange Reihe hart arbeitender Ahnen.
Ist also lt Definition AAH kein AHH.


Die Defintion von AAH erklärt sich, denke ich, am Besten über den Link der AAH

AAH


Einen arbeitenden AH habe ich auch nicht, bei mir lebt ein Westerwälder Kuhhund.

Zur Fellbeschaffenheit vom King, er hat im Winter ein unglaublich dichtes Fell mit viel Unterwolle, die er im Sommer verliert.
Im Moment fühlt er sich eher wie ein kuscheliges weiches Schaf an, als ein Hund ;-)
Geht man bei Regen durch das Fell zur Haut, dann ist es dort schön warm und trocken - bei normalen Regen.....
Sein Fell fühlt sich etwas gefettet an, ähnlich wie beim Schaf.
Bei Bianca ist das gefettete Fell noch extremer, da perlt das Wasser richtig ab.
Bianca ist aber kein AH.

LG
Mara
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#8von Dietmar » 11. Jan 2014, 19:35

Dietmar hat geschrieben:
crabat hat geschrieben:Mein Hund hat keine Papiere, wenn auch eine lange Reihe hart arbeitender Ahnen.
Ist also lt Definition AAH kein AHH.

Er arbeitet bei mir nicht mehr an der Herde.
ist also lt Definition AAH kein AHH.

Und ich werde ihn, trotz seiner durchaus nicht schlechten Leistung an der Herde,
nicht registrieren lassen.



....bite bitte ***ggg darf ich das MORGEN beantworten bzw. kommentieren ???
Di.



Hi,

...aaaalso ...**gg

"PAPIERE" gibts für die Altdeutschen erst seit der politischen Wende in Deutschland (mal so grob als Anhalt) .
VORHER waren die Hunde außerhalb von Schäferkreisen nahezu unbekannt und sie blieben dies auch noch bis in die späten 90er Jahre.
Erst als einige Hundezeitschriften mit spektakulär schönen Bildern erschienen , war plötzlich die Aufmerksamkeit auch auf
der privaten, also der Laienhalterseite geweckt. Vor allem die Mitteldeutschen aber auch der Schafpudel wurden bundesweit "bekannt".
Die fellnasigen "Fotomodels" dieser Tage stammten ausnahmslos (!ohne Anführungszeichen oder sonstige Einschränkung) AUS DEM OSTEN
der "neuen Republik". (Schafzucht war in der ehemaligen DDR ein bedeutender Landwirtschaftszweig!)
Unser "alter" Freund Helmut (gelernter Dipl.Ing. Tierzucht/Schäferei und damit gelernter Schäfer) ist kurz nach der Wende
durch die "alte BRD" gereist , auf der Suche nach Anstellung und hat die Hände überm Kopf zusammengeschlagen DARÜBER ,
mit welchen völlig undefinierbaren HUNDEN hierzulande gehütet wurde !
KEINER davon hätte jemals Papiere bekommen dürfen , wenn es wirklich darum GING, TRADITION ZU ERHALTEN !
Da wurde (in der alten BRD) "aufeinandergelassen" kreuz und quer und hin und her ... alles was hütete ...egal, wie es aussah.
DAS war in der alten DDR ANDERS !
Die Folge war , um mich kurz zu fassen , dass es vor allem ostdeutschen Schäfern zu verdanken ist , dass in die "Schläge" genannten
RASSEN zumindest ein Hauch von Systematik hinein wehte. Ein FUCHS sollte zumindest weiträumig als FUCHS zu erkennen sein ,
ebenso die Gelbbacken usw.
Dazu musste aber im WESTEN erst mal solcherart "Zuchtmaterial" EINGEFÜHRT werden ! DAS geschah im Zuge der
Schaftransporte , die nun vermehrt von der sich ihrer Überzahl an Schafen entledigenden "Ex-DDR" in Richtung Westen rollten.
In fast jedem Schaftransporter befanden sich "Abteile" mit Hunden , die einfach so "mitgeliefert" wurden.
SO .... kamen VIELE systematisch "ordentliche" Altdeutsche IN DEN WESTEN !
Die Süddeutschen haben in IHRER Region landschaftsbedingt immer "durchgehalten" (erstaunlicherweise);
die WW-Kuhhunde - na ja .... wurden sehr früh (spätestens 70er Jahre) total arbeitslos , haben mit Glück vielleicht
und ein wenig "Blutauffrischung" überlebt. Der Strobel ist weit definierbar und auch dehnbar in der Auslegung ....
diese Hundetypen überstehen genetisch so ziemlich alles ...**gg

Das mal in aller aller Kürze .... zum "status quo" und "quo ante" ...

DARAUS allerdings nun OHNE (!!!!) sich auf ein kontrollierbares Minimum an äußerlichen Rassemerkmalen (Mindeststandard)
festlegen zu wollen , zu schließen , DIESER HUND IST "ECHT" und JENER NICHT , ist schon gewagt !
"HÜTEN" tun VIELE - ein Altdeutscher sollte aber auch so AUSSEHEN WIE EINER , der zu einer der RASSEN GEHÖRT !
(ich wiederhole mich zum X-ten mal ...**gg)

SOLANGE ALTE SCHÄFERRECKEN aus OST UND WEST NOCH LEBEN (!!!!!!!!!!!!!) MUSS man doch endlich mal den MUT
FINDEN , etwa anlässlich eines Bundesleistungshütens eine großangelegte PFOSTENSCHAU ALLER AH-RASSEN (von mir aus auch
"Schläge" genannt) durchzuführen ! Wo steht denn bitteschön geschrieben, dass SCHÄFER "hundlich" nicht AUCH was DAZULERNEN
DÜRFEN ?? Ich versteh die Strategie nicht und werde sie wohl auch nicht mehr verstehen.
Klar ... man darf nicht verschrecken , man muss Kompromisse machen , aber die dürfen doch den KERN des Ganzen nicht aufweichen.

... meint
Dietmar,
dens nix mehr angeht , aber im Geiste "AHler" bleibt .... Lara sei Dank.
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Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#9von Zottelpudel » 11. Jan 2014, 20:46

Jetzt melde ich mich auch mal kurz zu Wort - es ist ja auch möglich, daß da noch was anderes mit drinnensteckt. Zur Zeit werden z.B. Schafpudel und Border oder Aussie sehr gern gemixt - total daneben, aber na ja.

Da es ja eben keine Rassen in dem Sinne sind und waren, wurde sicher auch früher schon mal reingemixt, was sich anbot. Vielleicht ist bei Deinem border drinnen, die haben ja feineres Fell.

Mein Pudel hat ein sehr wuscheliges, aber obendrauf recht festes Fell und kommt mit jedem Wetter zurecht. Selbst bei Hitze funktionierte er besser als stock- und kurzhaarige Hunde! Wenn es regnet oder er im Wasser ist, dauert es lang, ehe er richtig durch ist. Muß aber filzfrei sein, damit das funktioniert.
Von Schäfern hab ich verschiedenes gehört - manche sagten, sie scheren ihre Pudel einfach mit, andere meinten, ihre Pudel werden gut gekämmt. Sieht man ja auf den Hütern auch, das viele schönes langes Fell haben,
Das einzige, was ihm nicht bekommt, ist tiefer Pappschnee - aber da wurde wohl auch weniger gehütet.

Wenn Dein Tiger sehr seidiges fell hat, steckt sicher was anderes mit drin. Oder er ist eben die berühmte Ausnahme.
Zottelpudel
 

Re: Fellbeschaffenenheit eines arbeitenden AHH

Beitrag#10von Chica » 11. Jan 2014, 21:28

Hallo Sabine,

hast Du ein Foto für uns, bitte?
Mich würde sehr interessieren, wie Deiner aussieht!

LG
Mara
Chica
 

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