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"Gerechtigkeit"

"Gerechtigkeit"

Beitrag#1von Dietmar » 22. Dez 2013, 21:48

Hi,
jjjaaaaa......... ein schöööönes Thema ....leider sind wir zu wenige, um es auszudiskutieren .....

Angenommen , man hat mehrere Hunde ....

MUSS, SOLL, KANN ....(etc.) man die alle GERECHT , GLEICHBERECHTIGT (etc.) handhaben ?

ICH denke > NEIN !

Das muss nicht sein , es KANN nicht sein und es DARF sogar nicht sein !
JA - ich bin ein "BÖSER" !


Ich machs mir einfach ..... ***gg ....
Und wie "tickt IHR" ????

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Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#2von Chica » 23. Dez 2013, 12:05

Moin,

ich denke, es ist der Mensch, der versucht es allen Recht zu machen!
Bei mehreren Hunden KANN es nicht immer gerecht zu gehen.
Man versucht es ......
Jemand hat mal gesagt, man darf nur so viele Hunde haben, wie Hände zum streicheln, damit fängt es an!
Beim Fressen z.B. kann man gerecht sein, nur bei der Zuwendung (Liebe) geht es nicht mehr!

LG
Mara
Chica
 

Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#3von Zottelpudel » 23. Dez 2013, 21:29

Gerecht - kommt drauf an, was man drunter versteht. Jeden Hund gleich behandeln? Ist wie bei Kindern, jedes ist anders und braucht anderes.
Zottelpudel
 

Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#4von Daisy » 23. Dez 2013, 23:07

Gerechtigkeit - ich weiss auch nicht wirklich, was darunter zu verstehen ist. Gleichbehandlung ? Glaube ich eher nicht. Und Gleichbehandlung geht bei keinem - weil wir halt alle nicht gleich sind. Genau so wie die Hunde.
Daisy
 

Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#5von crabat » 10. Jan 2014, 16:12

Durchaus ein schönes Thema. Und jedem Mehrhundehalter bereitet dies immer wieder mal durchaus auch Probleme.

Mara schrieb, beim Fressen kann man gerecht sein. Vielleicht bei dem , was man IN den Napf tut. Aber schon beim Verteilen, oder Hunde an die vorbereiteten Näpfe lassen
ists vorbei mit der Gerechtigkeit. Einer ist immer der erste, einer immer der letzte, der randarf.

Ernst wird es jedoch bei anderen Themen.
Wenn zb einer aus der Gruppe sich ans Sterben macht. Da versucht jeder gute Halter, diesem die verbleibende Zeit zu verschönern. Oft, meist, zu Lasten der anderen.
Oder, wenn ein Neuer einzieht.
Ob der nun krank ist und Extra-Aufmerksamkeit braucht, oder jung, oder sich nur schwer einfügt - auch hier geht es wieder zu Lasten der anderen. Sie tun einem leid, ums etwas Vermenschlichen kommt ja keiner ganz herum - aber wenn man das Augenmerk auf einen einzelnen legt, nehmen sich die anderen auch ganz schnell Frechheiten heraus. Die man dann wieder ausräumen muß.

Man ist nicht glücklich darob, aber so sind die Regeln.

Gleichbehandlung in der Gruppe würde andererseits junge, neue, alte, kranke übervorteilen. Und wäre zudem der Gruppenharmonie, oder Hirarchie, wie immer man das nennen will,
mehr als abträglich.

Hunde sind sozial. Wie wir (im besten Falle :-) )
Irgendeiner muss nun mal der erste sein, der einen Schritt tut, und irgendeiner folgt eben.
In der nächsten Situation tut der den ersten Schritt, der zuvor folgte - weil die 2. Situation ihm besser liegt.

Es ist ein stetiges Verändertsein in einer Gruppe. Die alte Mär aus den Wolfsrudeln, die bis heute grad bei solchen Fragen gern herangezogen wird,die Mär der absoluten stabilen Hirarchie und Dominanz,die gilt, bis sie fällt,
ist überholt. Leider hat das in Hundekreisen noch wenig Einzug gefunden.

Hält man eine Hundegruppe (Rudel ist eine gewachsene Gruppe, hat ja kaum einer), so gibt es meiner Ansicht nach 2 Versionen.
Einmal die , die vom Halter möglichst "gerecht" gehalten werden. Wo er also versucht, jedem Hund das Gleiche zukommen zu lassen.
Und einmal die "ungerecht" gehaltene Gruppe. Wo der Halter die Hunde teils sehr unterschiedlich behandelt.

Beide Gruppen haben das Potential, daß es knallt. Nur eben völlig unterschiedlich.
Hunde aus der Gruppe 1 jedoch beherbergen zusätzlich das Potential, sich zu verselbstständigen. Was , wenn nicht Einhalt geboten wird, zu starken Problemen führen kann.

Wie ist eure Sicht?

Sabine
crabat
 

Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#6von Chica » 10. Jan 2014, 21:32

Hallo Sabine,

in vielen Punkten gebe ich Dir recht.
Die Verteilung der Liebe bzw. Zuneigung, die kann man nicht gerecht verteilen.

Einer ist immer der erste, einer immer der letzte, der randarf.


Wenn ich es möchte, dann warten alle und dürfen gleichzeitig zu ihrem Fressen.

LG
Mara
Chica
 

Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#7von crabat » 13. Jan 2014, 09:42

Guten Morgen Mara
das gleichzeitig randürfen endet ab einer bestimmten Anzahl Hunde.
Was mit 2, oder 4 geht, geht mit 6, 8 und mehr nicht mehr.Rasseunabhängig. Möpse lass ich mal aussen vor:-)

Ich kenn mich nun mit anderen Hütern, also zb Gelbbacken, oder Füchsen , nicht aus. Wie die drauf sind, wenn Gruppenhaltung.
Wenn ich mir jedoch so die Süddeutschen besehe, die mir bislang unterkamen, dann sind da schon gewaltige Brecher drunter.
Sowohl was die Arbeit an der Herde angeht, damit meine ich einen verdammt harten Griff, als auch was das Verhalten untereinander bzw eben zu anderen Hunden angeht.
Hier beziehe ich mich nicht auf das Verhalten während der Arbeit, sondern auf die Zeiträume wo sie nicht arbeiten.Also ohne die Fixierung auf Halter u Schafe.

Würde mich freuen,an Erfahrungen anderer Süddeutscher teilnehmen zu dürfen.
lieben Gruß Sabine
crabat
 

Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#8von huetefuchs » 13. Jan 2014, 20:39

crabat hat geschrieben:Ich kenn mich nun mit anderen Hütern, also zb Gelbbacken, oder Füchsen , nicht aus. Wie die drauf sind, wenn Gruppenhaltung.
Wenn ich mir jedoch so die Süddeutschen besehe, die mir bislang unterkamen, dann sind da schon gewaltige Brecher drunter.
Sowohl was die Arbeit an der Herde angeht, damit meine ich einen verdammt harten Griff, als auch was das Verhalten untereinander bzw eben zu anderen Hunden angeht.
Hier beziehe ich mich nicht auf das Verhalten während der Arbeit, sondern auf die Zeiträume wo sie nicht arbeiten.Also ohne die Fixierung auf Halter u Schafe.

Würde mich freuen,an Erfahrungen anderer Süddeutscher teilnehmen zu dürfen.



Ein HÜTEhund darf alles sein , nur nicht "extrem" ... trotzdem ... es gibt Unterschiede , was die Wach - und Schutzbereitschaft , die "Schärfe" angeht .
(Mara kennt da auch ein schwarzes Beispiel!)
Das hängt auch von der Einsatzregion ab .
Bei der Landschaftspflege in touristisch orientierten Ecken (Heide zB) kannste keinen Hund gebrauchen , der jeden Spaziergängerdackel
schon am Horizont aufs Korn nimmt . Andernorts musste nen Hund haben , der auch Menschen gegenüber "kritisch" ist .
Das ist nun mal so .
Die AH bieten beides an - vor allem Süddeutsche und Strobel (der iss nicht weit weg vom Riesenschnauzer) sind durchaus "ernst zu nehmen".
Beim Schäfer sollten sie allerdings unter nem ganz anderen Appell stehen , als unter uns "Wattebäuschchenwerfern" .....

Di.


..... vergesst den DSH nicht ****ggg DER iss ne AH-MISCHUNG (!) ...zur eigenen Rasse verdichtet ...
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig:
Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
A. Einstein 1879-1955

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Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#9von Daisy » 13. Jan 2014, 20:50

huetefuchs hat geschrieben:
Die AH bieten beides an - vor allem Süddeutsche und Strobel (der iss nicht weit weg vom Riesenschnauzer) sind durchaus "ernst zu nehmen".
Beim Schäfer sollten sie allerdings unter nem ganz anderen Appell stehen , als unter uns "Wattebäuschchenwerfern" .....


Das ist richtig, Süddeutsche sind sehr ernst zu nehmen (und ich meine das diesmal nicht mit einem Augenzwinkern). Und das kann für den Normalhundehalter, vor allem, wenn er (noch) nicht zuordnen kann, WAS er da hat, sehr unangenehm sein.
Ein Aufklären, vor allem in den Tierheimen, wäre schon mal wünschenswert. Aber leider stösst man da oft auf Blind- und Taubheit.
Wenn man es nämlich weiss bzw. zumindest eine Ahnung mit auf den Weg bekäme, bekämen oder auch wollten so manche diesen Hund schon mal von vorne herein nicht.
Und diejenigen, die ihn sich trotzdem "antun", könnten wenigstens verstehen, warum passiert, was eben passiert - oder auch nicht.
Daisy
 

Re: "Gerechtigkeit"

Beitrag#10von Dietmar » 13. Jan 2014, 21:42

Man muss sich doch nur mal in die Situation von SCHÄFERN hineinversetzen ..... iss doch nich sooo schwer ...**ggg

Die wollen einfach nur den Tag über ihre Wollträger HEILE über die Runden kriegen und nach Möglichkeit
ABENDS mit der gleichen Kopfzahl wie morgens wieder "nach Hause " kommen ...
SO ..... >>> WAS BRAUCH ICH DAFÜR ?

...die Mutter aller Fragen .-..... und einfach zu beantworten ...

Di.
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