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Hüten als Privatperson

Hüten als Privatperson

Beitrag#1von Daisy » 18. Sep 2013, 22:20

Vor allem bei Familienhunden sollte meiner Ansicht nach auf gar keinen Fall in einer frühen Lebensphase, geschweige denn gar schon in der Prägephase mit solchen "Spielchen" begonnen werden.
Gerade da legt man den Grundstein dafür, ob man einen neurotischen, evtl. dann sogar stereotyp agierenden, hinter Fahrradfahrern und Autos und allem sich bewegenden herjagenden "Familienhund" hat oder einen Hund, der zwar die Anlagen hat, aber damit umgehen kann bzw. die ich als Halter auch entsprechend steuern kann. Und zwar ohne Leckerliiiiii (was eh' nicht geht) oder Zwangsmitteln (was m.E. nicht nötig ist, wenn ich den Hund, habe ich ihn denn schon von Welpenalter an, "ordentlich" erzogen habe. Und wenn ich das nicht habe, ist das Anwenden von diesen Mitteln einfach nur gemein und sollte am Halter genutzt werden, nicht an dem Hund.)

Den Knopf anmachen kann man immer, wieder ausmachen ist schwierig.

Ich rede hier nur von der Situation Hund und Halter, nicht von Konsequenzen auf die Schafe in den Herden. Hier bin ich der Meinung: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Was soll das ? Sicherlich, ich kann mal mit meinem Hund zu einer Herde, ob nun an der Leine oder im Freilauf, hängt davon ab, wie gut ich meinen Hund "im Griff" habe. Aber wieso denn bitte "Hüten spielen" ?

Mann, was tun wir eigentlich diesen Lebewesen, die wir uns geholt haben und die sich uns anvertrauen an, nur weil wir mal ein bisschen herum probieren wollen oder umeinander spielen möchten.

Ich kann mich genau so daran freuen, die arbeitenden Hütehunde an den Herden anzusehen und zu beobachten.

Antje, bitte nicht falsch verstehen, aber das ist einfach meine Meinung. Wie gesagt, Du hast einen tollen Hund mit Xixxie und ich glaube, er wird auch toll bleiben, weil sie bei Dir in guten Händen ist.
Daisy
 

Re: Chica .... ab 29. März 2013

Beitrag#2von Dietmar » 19. Sep 2013, 17:48

Hi Petra,

also in Beitrag #169 ... post14870.html#p14870
hast Du Antje noch ZUgeraten , das mit dem Hüten mal zu versuchen.
Hier oben klingt das schon anders ...**ggg

Wenn Du mal nen tieferen Blick auf meine Homepage geworfen hast, dann wirst Du dort in etwa genau das finden,
was Du oben in deinem letzten Beitrag kritisch anmerkst ...teilweise noch drastischer ...

Ich stehe auch HEUTE noch dazu , W E N N (!!!) und das muss ich einschränken , es lediglich um
unmotiviertes , herzloses "mal probieren" geht ! Es gibt Halter/-innen , die so ticken.

Es gibt aber auch andere . - Wohlgemerkt , wir müssen immer unterscheiden : Hüten WOLLEN - und die GELEGENHEIT
lang- bis mittelfristig zu HABEN , sich zwei Paar Schuhe !
Die Schäfer sind sehr dünn gesät , die sich auf längere Zeit nen Freizeitscheucher "ans Bein binden" .
Wir reden also auch ein bischen "theoretisch" .... nach dem Motto "wenn - dann " ...

HÄTTEN (Konjunktiv) wir hier alle zum Beispiel Border Collies oder Kelpies ...., dann kämen uns irgendwelche
Einwände GEGEN Viehkontakte unserer Hunde wohl gar nicht in den Sinn. Wir wären wohl alle irgendwie
"auf dem Hütetrip" .
Das liegt daran , dass es in DIESER Szene schon fast zum guten Ton gehört , das Potenzial der Hunde AM VIEH
zu erleben (Stichwort TRIALS) .
WIR ...mit unseren Deutschen, Altdeutschen oder Franzosen haben demgegenüber das "Problem" , dass diese
"kontinentalen" Hütehunde den Direktkontakt mit den Schafen SUCHEN , ...wenn man nicht aufpasst .
Das RISIKO ist wesentlich höher als bei den B.C. oder Kelpies .
Deshalb ja auch meine "Kontrollierbarkeits-Appelle".


Wollen wir das Thema weiter verfolgen ? ....
ic h will mich hier nicht verzetteln ....
liest ja eh sonst keiner ..

Di.
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Re: Chica .... ab 29. März 2013

Beitrag#3von Zottelpudel » 19. Sep 2013, 18:38

Also - mit den Radfahrern hat das gar nix zu tun. Da hab ich jetzt gar nicht dran gedacht :-)

Und zum Zeitpunkt - meiner Meinung nach hat es erst Zweck, wenn Hund - also Xixxie - gut im Gehorsam ist. Das ist sie noch nicht, sie ist einfach noch Kind. Der Gerd hat mir erzählt, die Schäfer sperren die Altdeutschen das erste Jahr weg und fangen dann erst an mit der Ausbildung. Anderseits schrieb letztens ein Schäfer und Schafpudelzüchter, daß seine Hündin ich glaube schon mit 9 Monaten (!) die Hüteprüfung gemacht hat.
Im Pudelforum beginnt gerade eine "Private" mit der Ausbildung, der Hund ist Anfang 2012 geboren.
Also ist auf jeden Fall noch Zeit.

Das mit den "Geistern rufen" ist schon zu überlegen. Allerdings schätze ich Xixxie nicht so ein, daß sie dann das Hüten braucht - bei Ayk wäre es vielleicht schon anders gewesen.

Ich möchte ja kein Schafhetzen, wie es bei manchen so ist - man barucht sich bloß manche Videos ansehen. Es gibt jetzt bei der Sendung Hund, Katze, Maus so ne Reihe über eine Fuchs-Hündin, die Hüten lernen soll, die irgendwie nicht so ganz stimmig ist http://www.vox.de/cms/sendungen/hundkatzemaus.html "Mission Hütehund". Das ist irgendwie komisch - so würde ich das nicht wollen und auch nicht anfangen, ist wohl eher Koppelhüten. Machen übrigens auch manche mit Briards.

Na ja, ich werd mal den Schäfer hier nerven und fragen, was er meint und ob es bei ihm möglich wäre. Ich denke, das hätte auch bis nächstes Jahr Zeit, mal sehen.
Zottelpudel
 

Re: Chica .... ab 29. März 2013

Beitrag#4von Dietmar » 19. Sep 2013, 19:59

youtu.be Video From : youtu.be




Antje , willste Klartext lesen ?
war ich oben im Video nicht deutlich genug ?

Wenn DU WILLST .... dann such Dir ne Gelegenheit und MACHT ES !

Di.
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Re: Chica .... ab 29. März 2013

Beitrag#5von Zottelpudel » 19. Sep 2013, 22:12

Schatzi gggg.... genau das ist ja meine Rede - Hund muß erst ordentlich gehorchen, von mir zu führen sein. Haben im Pudelforum eine, die das mit ihrer Hündin gemacht hat, vor dem ersten Wurf. Also so 8 - 10 Mal einen Tag mit dem Schäfer mitgegangen und gelernt.
Die Hündin hütet im normalen Leben auch nicht und ist sehr gut zu handhaben und hört.
Daß man evtl. auch mal durchgreifen muß, ist klar. Je nach Veranlagung des Hundes. Xixxie schätze ich eher weich ein, Abby war da ein ganz anderes Kaliber - sie war wirklich ne Rüdin :01de6b1136:

Dieses Radfahrer jagen kommt von diesem besch... Radweg. Xixxie hat da was falsch verstanden, bzw. ich hab es ihr falsch verklickert. Die meint, sie ist verantwortlich für den Zaun da unten und muß die Radfahrer begleiten.
Ich denke, das bekomme ich hin.
Ansonsten zeigt sie nämlich nicht soviel Jagdtrieb, also nicht übertrieben. Sie ist im Wesen recht ruhig. Kann aufdrehen, aber auch schnell runterfahren. Das ist schon mal gut.

Es kann ja auch sein, sie eignet sich überhaupt nicht. Es hängt von mehreren Faktoren ab, ob das was wird. Wenn nicht, ist es auch keine Katastrophe.
Es war halt so meine Überlegung, ob sie das schaffen würde, bzw. wir. Und daß ich das viel lieber machen würde, als irgendwelche BH-Prüfungen und Agility und all das.
Ob`s was wird, werden wir sehen.

Was ich allerdings nicht glaube, daß Border und Co. weniger Schaden am Schaf machen würden als AHs und Co. Ich denke, unausgebildet einfach rangelassen, gibt es bei beiden ein Chaos.
Zottelpudel
 

Re: Chica .... ab 29. März 2013

Beitrag#6von Chica » 20. Sep 2013, 07:23

Hi Ihr Lieben,

Antje, wenn Du es möchtest, dann mach es!
Aber unterschätze Xixxie nicht, sie mag zwar ruhiger als Aby sein, dennoch könnte sie an einer Herde sehr viel Hüte(jagd)trieb zeigen, den es zu kontrollieren gilt.

Wie Ihr wißt habe ich eine zeitlang Hunde aus der Schäferei hier gehabt.
Die ersten, wie Antje schon gesagt hat, nachdem sie das erste Jahr "dumm" verbracht haben.
Der Vorteil ist, man kann gleich mit der Ausbildung, je nach Hund auch mit Druck, anfangen.....
Der Nachteil war, das sie leider dadurch nicht viel kannten..... z.B. keinen Straßenverkehr!
Später habe ich sie dann jünger bekommen, das war mir persönlich lieber!
Eigentlich kann man einen gut veranlagten Hund dann in jedem Alter an die Herde bekommen.
Das ist in Antjes "Fall" natürlich wieder anders, Xixxie wächst sehr gut auf!
Dadurch, das wir auch Schafe hatten, zeigten die jüngeren Hunde sehr schnell,
was in ihnen steckte!

Was ich allerdings nicht glaube, daß Border und Co. weniger Schaden am Schaf machen würden als AHs und Co. Ich denke, unausgebildet einfach rangelassen, gibt es bei beiden ein Chaos.


Ich stimme da Dietmar zu, meine Erfahrungen mit BC gingen immer die Richtung, das ihre Hemmung zum Töten größer ausgeprägt ist!
Bei den Anderen wird aus "Spiel" schnell Ernst, und sie greifen und ja sie töten auch!

LG
Mara
Chica
 

Re: Chica .... ab 29. März 2013

Beitrag#7von Zottelpudel » 20. Sep 2013, 09:57

Echt - das hätte ich so nicht vermutet...

Aber wir stören hier Chicas thread - könnt Ihr das nicht extra als Thema aufmachen? Und ich schreib dann weiter, wenn es was zu schreiben gibt?
Zottelpudel
 

Re: Hüten als Privatperson

Beitrag#8von Chica » 20. Sep 2013, 12:44

:moi Ihr Lieben,

Antje hat recht!
Leider wollte das System die Beitäge nicht verschieben, ich mußte teilen, darum keine Einleitung....

LG
Mara
Chica
 

Re: Hüten als Privatperson

Beitrag#9von Zottelpudel » 20. Sep 2013, 13:33

Dankeschön! :a007:
Zottelpudel
 

Re: Hüten als Privatperson

Beitrag#10von Dietmar » 20. Sep 2013, 16:19

:moi :moi

ich hoffe mal, dass man mich SO verstanden hat, dass ich Antje & Xixxie ERMUTIGEN will ;
hoffe , Ihr findet "Euren" Schäfer , der helfen kann.

Natürlich weiß Antje , was man zu bedenken hat - ist ja alles kein neues Thema - ich dachte mir aber gestern da am Feuer,
ich SAG nochmal meine Gedanken dazu, anstatt sie zu schreiben ...

Bilder .... zur unterschiedl. Hüteweise zB hier :
post8678.html#p8678




Zu der Frage : JUNGEN oder ERWACHSENEN Hund (Hobbyhund) an Schafe lassen ....
Da denke ich halt, dass die GEWOHNHEIT (!!) eine starke Macht ist ! .... und ein noch JUNGER Hund .... gerade dem Welpenalter
entwachsen und unter VORSICHT (!! .... dass IHM nichts passiert !) an Schafe herangeführt , wird sehr schnell lernen ,
sich nicht zu weit vorzuwagen , er wird Distanz zu halten lernen , er wird sich einpendeln ... einerseits ziehen ihn (sofern gut
veranlagt) die Schafe an - andererseits wird ihm der Instinkt zur Vorsicht raten.
Man nutzt damit die noch vorhandene SCHWÄCHE (körperlich und was das Selbstbewusstsein angeht) des Hundes zu seinen Gunsten aus.
Ein "kleiner Kalle" kam damals bei Dagmar ganz gut mit den Schafen aus. DAS hätte man, wenn mans denn gewollt hätte,
ausnutzen KÖNNEN ! JETZT , im Vollbesitz seiner gut 35 Kilo ordentlichem Selbstwertgefühl und POWER , wäre es ziemlich
unverantwortlich , ihn zumindest ohne "Anbindung" in die Nähe von Schafen zu lassen.
DAS meinte ich damit.

LG
Dietmar



.... Xixxie MUSS als Briard (wenn ich recht informiert bin) ja ne Prüfung am Vieh ablegen für die Zuchttauglichkeit ,
Antjes Gedankenspiel ist also durchaus berechtigt.
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