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Unerklärliches ..... (auf den ersten Blick)

Unerklärliches ..... (auf den ersten Blick)

Beitrag#1von Dietmar » 6. Nov 2013, 20:46

Halloooo,

vielleicht gehts Euch ja bisweilen auch so wie mir : Es gibt im Hundealltag manchmal Dinge/Vorgänge/Verhaltensweisen,
da schüttelt man mit dem Kopf , weil man sie sich zumindest auf die Schnelle nicht erklären kann .
Diese "Phänomene des Alltags" sollen hier Thema sein - ich fange mal mit zweien an :


1) Das kann ich nur in Worten beschreiben ... wenn sichs ergibt , liefere ich den Videobeweis nach.
Also .... stellt Euch folgende Situation vor : Kalle sitzt draußen unten an der Straße oder unterm Carport in der Einfahrt
und wittert nach Situationen (können vorbeilaufende Hunde, komisch klingende Autos oder was auch immer sein) , die
sein "Eingreifen" (in Form von Verbellen) aus seiner Sicht notwendig machen.
(Ich sage nicht , dass mir das immer gefällt (!) ...ich sag , wies IST!) ...Ok ... ER ist also GANZ NAH DRAN
an dem , was da in irgendeiner Weise reizauslösend ist .
Chica liegt währenddessen .... entweder bei mir im Wohnzimmer auf der Couch oder (bei mir ..wo sonst) oben im
Obergeschoss , wo der PC steht , auf ihrem Sessel.
Nun sollte man doch meinen , dass der Kalle VORNE DRAUßEN (!) immer zuerst den Reiz zum Handeln empfängt und dann
auch als erster drauf agiert / reagiert - oder ?
ISS aber mitnichten so ! .... Sehr sehr oft (!!!....wirklich auffallend oft !) fängt Chici OBEN aufm Sessel schon an
"zu melden" , da hat ER unten noch nix gerafft ...ER greift dann erst ein, wenn SIE schon "Alarm!" ruft.
Und .... das sind keine Fehlalarme dann ... da passiert dann schon was , was IHN eigentlich "heiß macht".
Ich hab noch keine einsichtige Erklärung dafür ...... deswegen passts hier auch hinein...**gg


2) LEINE ist noch lääääängst nicht gleich Leine !
Hier haben wir mal 3 Exemplare aus unserer Sammlung :
Bild
Wenn ich nen SUPER GUT an der Leine laufenden Hund (Kalle) haben möchte, dann nehm ich die "Katzenleine" (links) ....
die ist nur ca. 1m lang und gaaaanz dünn . Damit läuft er wie ne Eins .
Die mittlere ist seine Fahrradleine und die nehmen wir auch, wenn wir mal hier ne Runde laufen .....
die Solidität dieser Leine BRAUCHEN wir dann aber auch (***grübel) .... offenbar hat er mit dieser Anbindung nur eins verknüpft:
RENNEN ! .... Die Flexi ...na ja .... funktioniert draußen im Feld gut .... auf KURZ gestellt > ich sag mal minderkatastrophal.
Kalle ist kein "Geher" ... dazu hab ich ihn nicht werden lassen (meine Schuld) ...Kalle ist ein RENNER .... > das wollte ich so .
Trotzdem .... WARUM "funktioniert" die Katzenleine ? (, die , das weiß ich , natürlich nicht hinreichend stabil für 35kg
Lebendgewicht ist.)

Di.
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Re: Unerklärliches ..... (auf den ersten Blick)

Beitrag#2von Daisy » 6. Nov 2013, 21:17

Dietmar hat geschrieben:
WARUM "funktioniert" die Katzenleine ? (, die , das weiß ich , natürlich nicht hinreichend stabil für 35kg
Lebendgewicht ist.)

Di.


Vermutung meinerseits mit dickem ???? : DU selbst hast eine andere Einstellung mit der Katzenleine, heisst: Du weisst, die Katzenleine hält im Ernstfall nicht, entsprechend ist Deine eigene Konzentration auf die Situation "Kalle ist jetzt an der Katzenleine" besser-eine andere-intensiver, sprich Deine Haltung ist: DU zerrst an diesem Ding jetzt NICHT, Kalle. DAS merkt er.

Zum Thema Melden habe ich keinen Plan. Vielleicht: Für ihn ist die Welt sicher gerade und Du bist nicht in seiner Nähe, so dass er Dich gerade beschützen muss, Chica ist aber bei Dir und muss Dich eben beschützen. Ich mag zwar diese Hundetrainer-Platitüden nicht, weil ich sie in den meisten Fällen - und eigentlich auch in diesem - für ein ausgemachtes G'schmarri halte - aber was anderes fällt mir leider auch gerade nicht ein. :1246b21208:

Wenn ich mal unsere ganzen "Mystery Stories" aussortiert habe, trage ich von uns auch mal was bei ---- :-)
Daisy
 

Re: Unerklärliches ..... (auf den ersten Blick)

Beitrag#3von Chica » 7. Nov 2013, 10:35

Moin,

das Phänomen Leine, erkläre ich so, an gespannter Leine ist der Hund selber auch in einer anderen Haltung, er ist angespannter.
Beim Laufen am Fahrrad ist das noch etwas Anderes.
Die Leine soll ja auch locker hängen, beim Laufen......
Bei meinen war das meistens so, dass sie ohne Leine viel besser bei Fuß gegangen sind als mit.....die Konzentration auf mich war größer.
Mit Leine, eher so, der Hund hat MICH an der Leine, ich kann nicht verloren gehen *gg*
Manchmal musste ich das "Fuß" schon genau einfordern!
Besonders Teddy neigte in jungen Jahren schon mal schneller zu werden, wenn wir in der Stadt waren....denn da hatte ich sie angeleint.
Sie wäre zu gerne andere Hunde nur eben Moin sagen gegangen, und wenn sie sie zuerst entdeckte - und mit einer, damals kleinen Tochter
an der anderen Seite, hätte Teddy es dann doch ausgenutzt.....später änderte sich das natürlich!
Teddy war nicht immer perfekt :01b3081179:
Sina war, wie Lou immer ohne Leine, es kommt immer auf den Hund und auch auf die Konsequenz mit der die Erziehung "durchgesetzt" wird an ......
Ich will auf der anderen Seite aber auch nicht die Persönlichkeit des Hundes zerstören, ich mag es, wenn sie noch ihren einenen Kopf haben....
Ich hoffe ihr wißt, wie ich das meine?

Chica und Kalle leben in einer Hundegemeinschaft - auch Rudel genannt. :1157:
Dieses Rudel handelt Hand in Hand.....mit den Sinnen, die wir uns so nicht vorstellen können, meldet Chica schneller und Kalle handelt dann.
Meine Spitze waren auch so Schnellmelder!
-> meine Erklärung...

LG
Mara
Chica
 

Re: Unerklärliches ..... (auf den ersten Blick)

Beitrag#4von Zottelpudel » 7. Nov 2013, 17:08

Hier ist es auch so, daß sie ganz ohne Leine oft besser laufen - und auch die früheren gelaufen sind, als mit.

Petras Erklärung hat schon was!
Zottelpudel
 

Re: Unerklärliches ..... (auf den ersten Blick)

Beitrag#5von Daisy » 7. Nov 2013, 21:01

Chapeau, Mesdames ----- ich kann das mit meiner NICHT; da traue ich ihr nicht und mir im Sinne meiner Durchsetzungskraft auch nicht. An der Strasse: da d'rüben läuft ein Eichhörnchen - wech wäre sie, und angesichts einer Straße dann wohl auch für immer. Es hat sehr lange gedauert, bis ich sie alleine beim Spazieren gehen im Wiesengrund ohne Leine laufen liess. Das jedoch war mein wichtigstes Ziel: dass sie ohne 10, 5 oder was auch immer Meter Leine spazieren geht. Bis ich das Gefühl hatte, sie von der Leine lassen zu können, OHNE dass sie mir jeden Hund tackert, jedem Geräusch oder Bewegungsreflex in ewiger Entfernung hinterher rennt, den einen oder anderen Menschen evtl. auch noch, weil der gewisse "Bedingungen" erfüllt (meist aber auch solche Leute, die mir selbst nicht ganz geheuer waren/sind). Freilauf ist einfach des Hundes höchstes Gut, deswegen war mir das so wichtig.
Und in der Stadt oder Menschenansammlungen - das geht heute noch nicht. Muss auch nicht, wir vermeiden das und haben BEIDE kein Problem damit.

Mein Traum war immer, dass ich meinen Hund egal wo OHNE Leine laufen lassen kann; aber nicht um JEDEN Preis - nämlich dass ich dafür die Persönlichkeit des Hundes, seinen eigenen Kopf, seine eigene Art "killen" muss, zu Mitteln greifen müsste, die ein an der Grasnarbe entlang robbendes, oder auch ein übernervtes Wesen Gott ergeben neben mir herum tappt. Da gehe ich in Gänze mit Mara konform - der Hund MUSS, DARF und SOLL noch sich selbst sein können und dürfen.

Wie sich dieses innere Wesen entwickelt und wird und ist und all das auch in seiner Andersartigkeit eben genau SO anzunehmen - das ist die Kunst (nicht nur bei Hund und Mensch). Und das wird dann noch gekrönt davon, wenn beide Seiten wissen, dass sie sich voll und ganz aufeinander verlassen können. Dass das bedingt, dass beiden der gegenseitige Umgang Sicherheit und "Form" vermittelt, ist natürlich klar. Und da schaffen halt die Regeln die Freiheit - kommst Du, wenn ich Dich rufe, dann darfst Du ohne Leine laufen, biste schwarz wirst; brauchst Du mich, dann bin ich für Dich da, egal was ist - als Beispiel - zum Beispiel.

Mit Daisy und mir war das ein langer Weg, ist es noch und wird wohl nicht aufhören, bis einer von uns beiden den letzten Atemzug tut. Aber ich glaube, dass diese meine Einstellung es uns ermöglicht hat, dass wir sind, wo wir sind. Ich wollte sie NIE formen, nie an ihr herum doktern, damit sie DER Hund wird. Jedoch wollte ich ihr die Form, oder vielleicht eher die Struktur geben, die ihr die Sicherheit gibt, sie selbst zu sein. Und wenn dann halt mein Traum mit dem "Hund immer ohne Leine" nicht in Erfüllung geht oder ich halt mit diesem Hund NICHT in Stadtcafès herum flanieren kann - sei's d'rum. Statt dessen habe ich halt einen traumhaften Hund.
Daisy
 

Re: Unerklärliches ..... (auf den ersten Blick)

Beitrag#6von Dietmar » 27. Nov 2013, 20:13

.... vielleicht hilfts ja "irgendwo da draußen" ....

ich hatte ja anderweitig ...also hier post15478.html#p15478
diese Leine angesprochen .... kann ich NUR empfehlen !

Ich habe das dumpfe Gefühl , dass Hunde auf RUNDE (!!!!!!!!!!!) Halsungen (also Halsbänder) anders reagieren,
als auf herkömmliche !
Sie ZIEHEN WENIGER ..... übrigens diesen "Trick" wendet ja auch C. Milan bei seinen Problemhunden an ....
bei dem verdünnt sich das Runde allerdings auf Wäscheleinendicke ..... egal ....
das Prinzip ..... DÜNN , RUND und hoch am Kopf angesetzt , WIRKT (nach meiner Beobachtung) !

...nur mal so ....
(Kalles Retrieverleine könnte ruhig noch nen Tick DÜNNER sein !)

Di.
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