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Zuwachs

Re: Zuwachs

Post#21by Daisy » 1. Sep 2014, 19:46

So, einfangen für die Nacht war richtig blöde - mein Nachbar musste mit dem Käscher kommen und hat ihn in meine Richtung getrieben - Pustekuchen.... Schliesslich ist er in den Käscher gehüpft.

Das ist aber auf Dauer zu gefährlich, sonst verletzt er sich bei den Einfangaktionen vielleicht doch noch ernsthaft. Also muss ich mal einen Weg suchen, wie ich ihn über Nacht d'raußen lassen kann.

Vielleicht mit einer Plane abdecken ? Was meint Ihr ?
Daisy
 

Re: Zuwachs

Post#22by Dietmar » 1. Sep 2014, 19:46

Schööön ! ...
was futtert Betram denn ? - ...ich kenn mich nicht aus .... aber Mara und Heini , DIE haben vielleicht noch
Tipps .

Viel Glück und Spaß noch mit dem Gefiederten !


Dietmar

...vielleicht bräuchte er so ne Art "Häuschen" zum Schlafen ..????
Ein Dach überm Kopf .... Problem ist die nächtliche "Weltraumkälte" , die mit Feuchtigkeit einhergeht.
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Re: Zuwachs

Post#23by Chica » 2. Sep 2014, 09:39

Hallo Petra,

das sieht doch schon prima aus!

Zum Futter, es gibt Taubenfutter zu kaufen, da sind verschiedene Saaten enthalten.
Hühnerfutter wird in der Regel auch nicht verschmäht. ;-)

Viele Tauben baden gerne, eine flache Wanne wäre toll.

Das wichtigste ist ihn vor Räubern zu schützen, ich würde ihn, vielleicht doch lieber rausfangen für die Nacht.....
Mit der Zeit wird Bertram sicher zutraulicher!

Alles Gute weiterhin!

LG
Mara
Chica
 

Re: Zuwachs

Post#24by Daisy » 2. Sep 2014, 20:20

Oh, mein Bertram der Erste - er findet mich richtig blöde ! Und Daisy findet IHN blöde ! Und ich finde beide einfach nur KLASSE ! - So passt die Welt ja wieder ;-)

Das mit dem raus fangen aus dem Gehege ist auf Dauer nicht machbar. Gestern und heute haben mir die Nachbarn geholfen. Es war ein echter Akt. Und sicherlich nicht nur Stress für uns sondern auch für ihn.

Ich denke, ab Morgen decke ich das Gehege nachts mit einer Plane ab, lege Steine dagegen damit die Plane gut anliegt und nicht weg gerupft werden kann und bete, dass wir keine Mäusemarder herum hupfen haben. Große Marder, Wiesel oder Katzen kommen da nicht durch die Stäbe. Und die Türchen befestige ich dann mit so Drähtchen, die man auch für Tüten verwendet. Durch eine Plane kommen sie auch nicht durch. Mein einziges Bedenken ist die Luftzufuhr. Meint Ihr, er bekommt genügend Luft von unten und von kleinen Ausbuchtungen an der Seite ? Das Gehege ist wirklich recht groß: 180 auf 160, 120 hoch.

Er frisst zwar nicht viel, aber er FRISST ! Das ist die Hauptsache, und ein bisschen hat er schon zugelegt. Putzen und schütteln und gucken - das tut er sehr eifrig. Ich habe manchmal den Eindruck, er guckt Kino.... :-)

Danke für den Tipp mit dem Baden. Ich besorge Morgen ein Wännchen, mal sehen, wie ihm das gefällt. Soll ja auch wieder wärmer werden (hoffentlich, mir selbst geht diese ständige Kälte um diese Jahreszeit MIT Aussicht auf Kälte die nächsten 6 Monate gehörig auf den Geist).

Futtern tut er Körnergemisch - Sonnenblumenkerne, so kleine Maiskörner und Gerste (wenn ich das richtig identifiziere). Haferflocken mag er gar nicht. Ich schaue mal nach Taubenfutter und Hühnerfutter - die Tiernahrungsläden bei uns sind da recht gut sortiert.
Daisy
 

Re: Zuwachs

Post#25by Daisy » 4. Sep 2014, 19:48

Daisy und Bertram der Erste ---

www.youtube.com Video from : www.youtube.com
-
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Re: Zuwachs

Post#26by Daisy » 5. Sep 2014, 09:21

Wegen Bertram I wurde ich jetzt schon von einigen, naja, sagen wir es mal diplomatisch, kritisiert.

Natürlich bringt mich das zum Nachdenken und dazu, zu hinterfragen, ob das, was ich hier tue, richtig ist – für diesen Vogel, nicht für mich.

Wie reagiere ich, wenn mir ein verletztes Tier auf dem Weg, auf der Strasse, irgendwo begegnet ? Welche Gedanken und Gefühle gehen da in mir vor ? Welche Pflicht und Verantwortung ergeben sich hieraus für mich?

Selbstverständlich kann man sagen (und das wurde mir auch gesagt): Das ist halt die Natur, verletzter Vogel kann nicht fliegen und wird dann von anderen erbeutet. Also, Du tust dem Tier den größten Gefallen, wenn Du es lässt.

Selten wird sich vom Menschen auf die „Natur“ so überzeugt berufen als in solchen Situationen. Finde ich interessant und es fallen mir hierzu auch ein paar Thesen ein. Aber um die geht es mir gerade nicht.

Egal wie, mir ist dieser „Standpunkt“ zu einfach. Denn: Ich bin ein Mensch und unterscheide mich – wie wir als Menschen ja nicht müde werden, ständig zu konstatieren – vom Tier in vielerlei Hinsicht – oder ... ?
Ja, tue ich, aber eben nicht nur im Sinne meiner Ratio sondern auch darin, als – und das ist für mich noch viel mehr von Bedeutung – ich als Mensch eben die Möglichkeit habe, meinen Trieb, meine Urinstinkte mit einer ETHISCHEN Pflicht und Verantwortung zu, sagen wir mal, belegen, oder auch, zu steuern.
Haben Tiere eine Ethik, ein Pflichtgefühl, ein Verantwortungsgefühl das ÜBER die Grundsätze des „Survival of the Fittest“ und ihren Instinkt hinaus geht ? Ich denke schon, doch welch Gestalt diese sind, weiss ich nicht.
So berufe ich mich eben auf die menschliche.

Ich gehöre zu denen, die eine Schnecke in ihrem Schneckenhaus vom Weg aufklaubt und ins Gras setzt, damit sie nicht vom nächsten Kampfradler überfahren oder vom nächsten Wanderer zertreten wird. Ich hebe auch tote Tiere vom Weg oder der Strasse auf und lege sie ins Gebüsch. Was bewegt mich dazu ? Ich weiss es nicht, ich tue es einfach.
Ich gehöre auch zu denen, die sich kein Tier anschaffen würde, das man in einem Käfig halten muss. Warum ? Weil es mir zutiefst widerstrebt.
Aber es widerstrebt mir auch, dass Pferde mit Sattel geritten werden, in „Boxen“ oder oftmals den ganzen Tag auf einer kleinen Fläche stehen und dass sie beschlagen werden. Es widerstrebt mir genau so, was viele mit ihren Hunden anstellen und an ihnen herum basteln, bis er/sie/es „passt“, ob optisch oder in ihrem Verhalten. Es widerstrebt mir auch, wenn Katzen „geschoren“ werden und ihnen die Krallen geschnitten werden. Oder was Mensch sonst noch so mit „seinem“ Tier anstellt.

Dennoch habe ich einen Hund, mag Pferde, Katzen und auch andere Hunde, mag Hamster und Meerschweinchen und Vögel. Und manchmal mag ich sogar ihre „Besitzer“.

Wäre es nun konsequent und „richtig“ gewesen, den Vogel dort auf dem Weg sitzen zu lassen – laissez faire, laissez passé ?
Für mich NICHT.
Denn wenn ich meine grundsätzliche Einstellung, wie ich sie oben andeute, zum Prinzip und absoluten Standpunkt erhebe, so mache ich alle Türen – auch die zur Natur – zu. Dann übernimmt die Selbstgerechtigkeit und somit die Ideologie mein Handeln.

So muss nun Bertram der Erste in einem Käfig hausen, bei Wasser und Körnern, auf Sand und Gras und Ästen, mit einem Haus und umgeben von Gitter. Bis ich eine Voliere für ihn habe und bis er dann wieder fliegen kann. Das kann er nämlich momentan NICHT. Denn würde er es können, würde er es tun.

Bis es denn soweit ist, bin ich um Tipps und Ratschläge dankbar, wie man ihm das Leben als Vogel in seiner jetzigen Flugunfähigkeit so angenehm wie möglich machen kann.
Daisy
 

Re: Zuwachs

Post#27by Dietmar » 5. Sep 2014, 09:58

Daisy wrote:Bis es denn soweit ist, bin ich um Tipps und Ratschläge dankbar, wie man ihm das Leben als Vogel in seiner jetzigen Flugunfähigkeit so angenehm wie möglich machen kann.


Schade , dass Mara und Heinis Tauben so weit weg sind ... vielleicht würde ein wenig "Gesellschaft" dem Bertram gut tun .
Hast Du ihn mal nem TA vorgestellt - vielleicht hat der (oder die TÄ) ja ein paar gute Tipps oder Mittelchen , damit Bertram sich bald wieder
in sein Element begeben kann . (Das sollte ja baldmöglichst passieren .... falls er noch länger "Fußgänger" bleiben sollte , bräuchtest Du ne Lösung
für die kalten Tage ... )

Ich drück die Daumen, dass er bald wieder richtig fliegen kann !
LG
Dietmar
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Re: Zuwachs

Post#28by Dietmar » 5. Sep 2014, 19:17

Daisy wrote:Wegen Bertram I wurde ich jetzt schon von einigen, naja, sagen wir es mal diplomatisch, kritisiert.

Natürlich bringt mich das zum Nachdenken und dazu, zu hinterfragen, ob das, was ich hier tue, richtig ist – für diesen Vogel, nicht für mich.

Wie reagiere ich, wenn mir ein verletztes Tier auf dem Weg, auf der Strasse, irgendwo begegnet ? Welche Gedanken und Gefühle gehen da in mir vor ? Welche Pflicht und Verantwortung ergeben sich hieraus für mich?

Selbstverständlich kann man sagen (und das wurde mir auch gesagt): Das ist halt die Natur, verletzter Vogel kann nicht fliegen und wird dann von anderen erbeutet. Also, Du tust dem Tier den größten Gefallen, wenn Du es lässt.

Selten wird sich vom Menschen auf die „Natur“ so überzeugt berufen als in solchen Situationen. Finde ich interessant und es fallen mir hierzu auch ein paar Thesen ein. Aber um die geht es mir gerade nicht.

Egal wie, mir ist dieser „Standpunkt“ zu einfach. Denn: Ich bin ein Mensch und unterscheide mich – wie wir als Menschen ja nicht müde werden, ständig zu konstatieren – vom Tier in vielerlei Hinsicht – oder ... ?
Ja, tue ich, aber eben nicht nur im Sinne meiner Ratio sondern auch darin, als – und das ist für mich noch viel mehr von Bedeutung – ich als Mensch eben die Möglichkeit habe, meinen Trieb, meine Urinstinkte mit einer ETHISCHEN Pflicht und Verantwortung zu, sagen wir mal, belegen, oder auch, zu steuern.
Haben Tiere eine Ethik, ein Pflichtgefühl, ein Verantwortungsgefühl das ÜBER die Grundsätze des „Survival of the Fittest“ und ihren Instinkt hinaus geht ? Ich denke schon, doch welch Gestalt diese sind, weiss ich nicht.
So berufe ich mich eben auf die menschliche.

Ich gehöre zu denen, die eine Schnecke in ihrem Schneckenhaus vom Weg aufklaubt und ins Gras setzt, damit sie nicht vom nächsten Kampfradler überfahren oder vom nächsten Wanderer zertreten wird. Ich hebe auch tote Tiere vom Weg oder der Strasse auf und lege sie ins Gebüsch. Was bewegt mich dazu ? Ich weiss es nicht, ich tue es einfach.
Ich gehöre auch zu denen, die sich kein Tier anschaffen würde, das man in einem Käfig halten muss. Warum ? Weil es mir zutiefst widerstrebt.
Aber es widerstrebt mir auch, dass Pferde mit Sattel geritten werden, in „Boxen“ oder oftmals den ganzen Tag auf einer kleinen Fläche stehen und dass sie beschlagen werden. Es widerstrebt mir genau so, was viele mit ihren Hunden anstellen und an ihnen herum basteln, bis er/sie/es „passt“, ob optisch oder in ihrem Verhalten. Es widerstrebt mir auch, wenn Katzen „geschoren“ werden und ihnen die Krallen geschnitten werden. Oder was Mensch sonst noch so mit „seinem“ Tier anstellt.

Dennoch habe ich einen Hund, mag Pferde, Katzen und auch andere Hunde, mag Hamster und Meerschweinchen und Vögel. Und manchmal mag ich sogar ihre „Besitzer“.

Wäre es nun konsequent und „richtig“ gewesen, den Vogel dort auf dem Weg sitzen zu lassen – laissez faire, laissez passé ?
Für mich NICHT.
Denn wenn ich meine grundsätzliche Einstellung, wie ich sie oben andeute, zum Prinzip und absoluten Standpunkt erhebe, so mache ich alle Türen – auch die zur Natur – zu. Dann übernimmt die Selbstgerechtigkeit und somit die Ideologie mein Handeln.

So muss nun Bertram der Erste in einem Käfig hausen, bei Wasser und Körnern, auf Sand und Gras und Ästen, mit einem Haus und umgeben von Gitter. Bis ich eine Voliere für ihn habe und bis er dann wieder fliegen kann. Das kann er nämlich momentan NICHT. Denn würde er es können, würde er es tun.

Bis es denn soweit ist, bin ich um Tipps und Ratschläge dankbar, wie man ihm das Leben als Vogel in seiner jetzigen Flugunfähigkeit so angenehm wie möglich machen kann.



...zu diesem Komplex .....

Da streiten zwei Seelen in meiner Brust .... ich kann da (siehe Fuchs "Colt" ) seeehr hart sein , wenns mir Gefühl und Erfahrung
so "eingeben" ... andererseits geh ich mit Petra voll konform .... ich bringe Spinnen , Schmetterlinge und Co. auch nach draußen,
wenn sie sich ins Haus verirrt haben ....ich achte peinlich darauf ,, dass keine der Weinbergschnecken dem zum Blumenschutz ausgestreuten
Schneckenkorn zu nahe kommt ... ja , wenn ich morgens mein Weißbierglas in die Spülmaschine packe ,
NUR wenn alle , sich über Nacht angesammelten Fruchtfliegen auch wirklich RAUS sind ... etc. pp.
Mein Kriterium ist immer die FREIHEIT .... Tiere , die nicht WEG KÖNNEN , wenn sie denn wollten ,
Tiere mit CHANCE (!) auf artgerechtes Leben , Tiere , die aufgrund MEINER Eingriffe in den Naturkreislauf Probleme bekommen haben ,
DENEN helfe ich ... sofern ich kann ....

Betram WÜRDE gerne fliegen , wenn er denn KÖNNTE - ergo versucht man ihm halt zu helfen ...
spricht doch nix dagegen !



LG
Dietmar
Last edited by Dietmar on 5. Sep 2014, 20:49, edited 1 time in total.
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Re: Zuwachs

Post#29by Daisy » 5. Sep 2014, 19:41

Danke, Dietmar !

Mara ist mir auch schon durch den Kopf gegangen ---- :1246b21208:
Daisy
 

Re: Zuwachs

Post#30by Chica » 5. Sep 2014, 20:04

:huhuhu

Was spricht dagegen einem Tier zu helfen.....auch wenn es dabei in einer Übergangslösung leben muss!

Viel schlimmer finde ich die Zimmerkannels für Hunde, damit Herrchen und Frauchen ihre Ruhe haben, sorglos über Stunden wegbleiben können o.Ä.!

Du machst das schon richtig Petra!
Ja, wenn wir nicht so weit weg wohnen würden, Heini hätte Dir bestimmt bei einer Voliere geholfen.
Schön wäre es, wenn er mehr Platz nach oben hätte.

LG
Mara
Chica
 

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