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Kastration

Re: Kastration

Beitrag#21von Daisy » 19. Okt 2014, 20:09

Dietmar hat geschrieben:.... suchst Du Streit , Petra ?


Ich suche mitnichten Streit, am aller wenigsten in diesem Forum oder gar mit Dir.

Die Ausführungen des Arztes halte ich für sehr differenziert und daher auch gut.

Alles was ich tue ist, meine Meinung zu äussern.

Sollte ich damit, dass ich auf Deine Statements eingegangen bin diesen Eindruck provoziert haben, tut mir das leid.
Daisy
 

Re: Kastration

Beitrag#22von Dietmar » 20. Okt 2014, 17:26

Hi Petra,

ohne jetzt nochmal alles penibelst durchgelesen zu haben , was ICH geschrieben habe ...

Ich hatte das dumpfe Gefühl, dass Dein vehementes Eintreten CONTRA Kastration (,was ja völlig OK ist !,) die
Befürworter (, die ja auch existent sind...ich zB ,) zumindest in die Nähe des "moralisch Verwerflichen" rückt.
Ich habe jedenfalls AUCH (,vielleicht gar unberechtigt , da HINTER den Zeilen,) in Deiner Argumentation sowas wie :
"Jeder Hund hat das Recht auf seine nun mal naturgegebene Körperlichkeit , ...unbedingte körperliche Unversehrtheit usw. !
wahrgenommen. -
Und DA fangen meine Zweifel an , weil es meines Erachtens da durchaus Grenzen oder zumindest Auslegungsbedarf gibt .
(Das ist übrigens genau so beim Thema "Euthanasie" ! ...auch darüber kann man trefflich streiten ..)

Was MICH am meisten "stört" ... sag ich ganz offen , das ist die m. E. ungerechtfertigte Heraushebung des HUNDES über
andere Tierarten hinweg , wenns um Kastration geht. Wann sieht man beispielsweise noch nen intakten HENGST (also Pferdemännchen)
auf der Weide ??? Watt is mit Rind und Schwein? Warum werden Tierheimtiere durch die Bank kastriert ? Warum ist Kastration bei Katzen weniger "schädlich"
(,so sies denn ist ,) als die von Hunden ?


Das Kastrationsthema ...und ich sags nochmal , ist keins , worüber man EINIGKEIT anstreben sollte ... das geht einfach nicht ...
irgendwie muss man mit den Ansichten der jeweiligen Contra - Seite leben ... das ist so.

...aber es reizt natürlich , die Standpunkte mal aufn Tisch zu legen ... (***unpassendes Bild ... aber trotzdem **gg) ;
deshalb > GUTES THEMA !

LG
Dietmar
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Re: Kastration

Beitrag#23von Zottelpudel » 20. Okt 2014, 19:23

So, nun ich noch - ich hatte den Artikel vorher schon mal gelesen und finde ihn gut, wird gerade überall diskutiert...

- was kann man noch alles wegschnippeln, was net unbedingt gebraucht wird und evtl. krank werden könnte???

- sind die Hormone ja im Wechselspiel mit allem möglichen im Körper - z.B. beeinflussen webliche Hormone ja auch die Knochenstruktur, weswegen ich jetzt z.B. mit Osteoporose rechnen kann, weil mit die eben dann fehlen.

- haben viele kastrierten Hunde beiderlei Geschlechts ziemliche Schwierigkeiten mit ihresgleichen, weil sie eben nicht eingeordnet werden können, anders Riechen und sich anders verhalten, als es sich in der Hundewelt gehört. Daher gibt es dann oft Rangeleien, Belästigungen (kastrierter Rüden durch unkastrierte) usw. Also nix mit verträglicher.

- hab ich es nicht nur in diesem Artikel gelesen, daß ein Gebärmuttertumor wohl vermieden wird, aber eben dafür andere ausbrechen. Im Pudelforum hat eine kastrierte Hündin auch Mama-Tumore.

Die Häufigkeit von Tumoren bei Hunden kann man sicher teilweise auf die Umwelt zurückführen. Ich denke aber auch auf die besseren Diagnosemöglichkeiten und -bedürfnisse der Halter. Früher ist der Hund halt gestorben und das war`s (auch andere Krankheiten, die jetzt festgestellt werden können).
Abby und Ayk sind an Nierenversagen gestorben - beide nicht kastriert...

Sicher gibt es Gründe für die Kastration, aber so leichtfertig, wie es manche tun... und mit welchen Begründungen...
Und wenn - dann so spät wie möglich.

@ Dietmar - warum läßt Du dann Kalle nicht kastrieren? Mal so gefragt...
Zottelpudel
 

Re: Kastration

Beitrag#24von Zottelpudel » 20. Okt 2014, 19:41

Ach ja - zu den anderen Tierarten, was ich mir so zusammenreime:

Bei Pferden - Hengste können wirklich eine Gefahr werden, sind ja bissel größer als Hunde und dann doch schwieriger zu handhaben.
Bei denen sieht man übrigens sehr gut, was Frühkastration körperlich bedeutet! Ein Wallach, der zu zeitig gelegt wurde, sieht - ich sag mal - kümmerlich aus.
Zu DDR Zeiten durften übrigens keine Hengste privat gehalten werden, da wurde alles kastriert...

Katzen sind Einzel- und Freigänger. Sie treffen sich eher wenig um zusammen zu spielen oder ähnliches, bzw. werden mit den Menschen mitgenommen, sie haben ein ganz anderes Sozialverhalten als Hunde. Und sie sind schlechter oder gar nicht zu kontrollieren, was das Fortpflanzen betrifft.
Unsere Haushunde sind doch eigentlich immer unter Kontrolle und ich hab es weitgehend in der Hand, meinen Hund aus dem Fortpflanzungsgeschehen herauszuhalten.
Ähnliches wie auf die Katzen trifft auf die Streunerhunde zu - sie müssen nicht in menschlicher Gesellschaft zurechtkommen (und sich mit anderen Hunden arrangieren, die sie nicht wollen) und die Fortpflanzung kann nicht kontrolliert werden - daher ist es dann doch notwendig.

Bei unseren Hunden eben nicht - übrigens ist Ayk I mal unter der Narkose weggeblieben, seitdem bin ich auch vorsichtig bei dem, was nicht unbedingt sein muß.

Bei Haustieren, Nutztieren hat das Kastrieren neben der gezielten Zucht noch andere Wirkungen - Fleischgeschmack und eben auch "Handling" der männlichen Tiere z.B.

Sicher kann man sagen - warum die und die nicht. Sicher erheben wir uns als Mensch über die Tiere und maßen uns an zu entscheiden, wen wir Mann lassen und wen nicht.
Aber der Hund hat nun mal nen Sonderstatus, u.a. vor allem wegen seiner sozialen Ausnahmestellung zum Menschen. Sonst könntest du auch fragen, warum essen wir den nicht? Also warum?
Er hat ne andere Bindung zu uns als andere Tiere - daher macht man ja auch viel mehr "Brieh" um ihn - und was man ihm antut.
Zottelpudel
 

Re: Kastration

Beitrag#25von Dietmar » 20. Okt 2014, 19:51

Zottelpudel hat geschrieben:@ Dietmar - warum läßt Du dann Kalle nicht kastrieren? Mal so gefragt...


***lach

....Ihr wollt mich hier in die Enge treiben ...ich merk das schon , aber das gelingt Euch nicht !

...ich bin kein Tierarzt .... aaaaber .... ich kann Texte einordnen ....
und dieser Artikel ist EIN (!!) Text .... zu dem Thema ,
es ist NICHT common sense , es ist EINE Ansicht !
Klar ... , ne GERNgelesene - warum operieren , wenns auch OHNE geht ! ?
Nicht operieren KOSTET auch NIX !

Ich bin kein Freund von Einzelfallschilderungen .... nach dem Motto > MEINER hat nie Krebs gehabt und war NICHT kastriert ....etc. pp.

AAAAABER stellt Euch doch mal vor .... da kommt ne Gebärmutter"geschichte" Knall auf Fall .... dann MUSS operiert werden ...
und die Hündin stirbt dabei ....
DAS hättet IHR vermeiden können , WENN ....... (ihr wisst schon) ...

Kleiner Tipp noch ..... die WEIBLICHEN Organismen auf unserem Planeten sind die biologisch weitaus "komplizierteren " ,
ja ...auch die "wichtigeren" ! ....

Es ist doch AUGENFÄLLIG .... dass in der HÜNDIN (auch Kätzin etc.) wesentlich kompliziertere Vorgänge ablaufen , als auf der Gegenseite .
Natürlich sind da auch biologische RISIKEN vor Ort .... (Stichwort Körperchemie ... Hormone etc. pp.)
MIR leuchtet EIN , dass partielles AUSSCHALTEN von Risiken der Hündin NICHTS an Lebensqualität WEGNIMMT ,
was sie EH nur BRÄUCHTE , WENN SIE FRUCHTBAR SEIN MÜSSTE oder SOLLTE !

Ich bin doch nicht bekloppt ...natürlich müssen ZUCHTTIERE intakt sein .
Aber ich lasse mir nicht einreden , die Kastration einer Hündin sei von vorneherein vom Übel , das Gegenteil KANN der Fall sein !

.... Du hast doch den AYK selber kastrieren lassen , Antje ,....was soll also die Frage ??? willste mich verarschen ?


Dietmar
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Re: Kastration

Beitrag#26von Dietmar » 20. Okt 2014, 19:55

Zottelpudel hat geschrieben:Aber der Hund hat nun mal nen Sonderstatus



DAS ....ist der Offenbarungseid .... dieser eigentlich verlogenen ANTI-Kastrationstheorie wenns UM H U N D E GEHT !


.... DANKE !

ICH .... würde von GLEICHEN RECHTEN in der Tierwelt ausgehen !

Di.
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Re: Kastration

Beitrag#27von Zottelpudel » 20. Okt 2014, 20:12

Schnurzl - keiner will Dich in die Enge treiben.
Ich behaupte auch nicht, daß Kastration die Wurzel allen Übels ist.

Ich bin bloß gegen dieses gedankenlose Kastrieren, bzw. das In-den Himmel-heben, wie es oft gemacht wird. Erziehungsprobleme? - Kastrieren ist das Zauberwort!
Kastrieren verhindert Krebs usw. So war es doch, daß man dumm angesehen wurde, wenn man NICHT kastrieren ließ.
Da ist es eben gut, wenn auch mal die anderen Seiten beleuchtet werden.
(das ist jetzt die Hauptaussage)

Den Ratschlag zur Frühkastration sehe ich sehr kritisch - die Gebärmuttervereiterung kannst Du auch verhindern, wenn Du erst mit 3 oder so das machen läßt.
Und andersherum - Du läßt kastrieren und Hund geht auf dem OP krachen?
Wie gesagt, ich kann doch net alles wegschneiden lassen, was evtl. mal krank wird....

Und mit Ayk - er wurde ja nun erst mit 9 beschnippelt. Er konnte erwachsen werden - körperlich und geistig - seinen Platz finden, er verändert sein Verhalten nicht mehr. Das ist schon ein Unterschied.

Aber es ist wohl so, daß es da doch sehr verschiedene Meinungen gibt - und Erkenntnisse. Und die werden sich auch immer mal wieder ändern.

Ich würde jedenfalls keinen Hund früh kastrieren lassen, der bei mir lebt!
Zottelpudel
 

Re: Kastration

Beitrag#28von Zottelpudel » 20. Okt 2014, 20:13

Wenn Du den Sonderstatus des Hundes nicht anerkennst - warum hast Du dann welche? Warum kommen sie dann nicht in die Wurst, wenn sie alt werden?

Und wenn es verlogen ist - warum ist dann Kalle nicht kastriert? Dann wäre er mit anderen Rüden vielleicht friedlicher?
Zottelpudel
 

Re: Kastration

Beitrag#29von Zottelpudel » 20. Okt 2014, 20:21

Noch was - das verstehe ich jetzt nicht:

"Kleiner Tipp noch ..... die WEIBLICHEN Organismen auf unserem Planeten sind die biologisch weitaus "komplizierteren " ,
ja ...auch die "wichtigeren" ! ....

Es ist doch AUGENFÄLLIG .... dass in der HÜNDIN (auch Kätzin etc.) wesentlich kompliziertere Vorgänge ablaufen , als auf der Gegenseite .
Natürlich sind da auch biologische RISIKEN vor Ort .... (Stichwort Körperchemie ... Hormone etc. pp.)
MIR leuchtet EIN , dass partielles AUSSCHALTEN von Risiken der Hündin NICHTS an Lebensqualität WEGNIMMT ,
was sie EH nur BRÄUCHTE , WENN SIE FRUCHTBAR SEIN MÜSSTE oder SOLLTE ! "

Du schreibst, es sind komplizierte Vorgänge usw. - und möchtest sie trotzdem ohne Notwendigkeit stören, indem Du die Hormone wegnimmst, bevor der Hund erwachsen ist?

Nee, nee - wenn es nicht anders geht, ok. Aber eine OP, die nicht sein muß, weil ich DENKE, es könnte irgendwelche Krankheiten verhindern - das muß ich meinem Hund nicht antun. Egal, ob ich es bezahlen kann oder nicht - das hat nun nix mit den Kosten zu tun.
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Re: Kastration

Beitrag#30von Dietmar » 20. Okt 2014, 21:17

WAS ist mit den anderen Tieren , die ich genannt habe ???
Was ist mit den Tierheimtieren ?
Was ist in den "südlichen Ländern" ?
Was ist mit KATZEN ? im Besonderen ?


Du schreibst doch selber , dass AYK nix FEHLT .... jetzt ....


Chici fehlt AUCH NIX .... im Gegenteil ! die genießt ihr bischen LEBEN ...dauert ja nicht allzu lange ...
ich erinnere an die KURZE Lebensspanne der Hunde ....

Da muss ein Krebs sich schon ganz schön BEEILEN , um zu nem "Ergebnis " zu kommen !

Di.



.... damit ist dieser Thread für mich BEENDET !
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