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tierärztliche "Pflicht und Schuldigkeit"? sagt sich leicht

tierärztliche "Pflicht und Schuldigkeit"? sagt sich leicht

Beitrag#1von Dietmar » 20. Feb 2014, 19:22

Hi,

wer mag (und Blut sehen kann) , der/die schaue sich doch mal dieses Video an ....
http://youtu.be/wGC-1P7YQFs
.... und versuche mir dann zu beantworten , OB dieser Hund hier in Deutschland überlebt HÄTTE,
wenn er nicht rein zufälligerweise ...sagen wir .. vor der TiHo-Hannover vor ein Auto geraten wäre ... also irgendwo hier aufm Land
oder in ner ganz normalen Stadt ....

Mir stellen sich da ein paar Fragen :

WAS kann und darf man eigentlich von TIERÄRZTEN IN SOLCHEN FÄLLEN WIRKLICH ERWARTEN ?
MÜSSEN sie versuchen , das Leben des Tieres (hier ein Hund) auch dann retten , wenn KEIN (zahlender) Besitzer
ausfindig zu machen ist ? .... SOLLTEN sie es quasi "auf eigene Rechnung" tun ? ... oder ... ja, ... oder WAS ?
Die vergleichsweise billige(n) "Regenbogenspritze(n)" ?

ICH würde mir sehr wünschen , dass es VIELE Tierärzte gibt bzw. geben möge , die zuerst mal , sofern Hoffnung besteht ,auch OHNE Rechnungsadressaten
lebensrettend tätig werden - DAS erfordert meines Erachtens das Berufsethos des Tierarztes.

Natürlich sind Tierarztpraxen auch Wirtschaftsunternehmen , die monetären GEWINN machen müssen und sich zahlreiche solcher Fälle
sicher nicht leisten können oder werden. (Ich denke übrigens auch etwa an Kastrationsprogramme in den "Straßenhundländern" ...)

Es gibt bei uns und weltweit soooo viele "Luxushunde" (ich zähle unsere dazu!) , die sich auf jede nur irgend sinnvolle medizin. Behandlung
verlassen können . Dafür wird ne MENGE Geld investiert ! ... und zwar GERNE (!) , wenn s ums eigene Bellferlein geht !

Meines Erachtens FEHLT (wenn ich irre , korrigiert mich bitte,) eine Art Stiftung , in die man einzahlen, spenden oder vererben kann ,
mit dem Ziel , daraus solchen Tierarztpraxen , die sich in besonderem Maße für die NOT-Behandlung zeitweise - oder dauerhaft
herrenloser Tiere hier in Deutschland oder aber in sinnvoll definierten Auslandseinsätzen bis an die Grenze des wirtschaftlich
machbaren engagieren , zumindest einen Teil der Kosten zu erstatten. Das HELFEN W O L L EN muss leichter gemacht werden...

Dietmar,
dessen Schäferhund im Testament "bedacht" ist ....
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Re: tierärztliche "Pflicht und Schuldigkeit"? sagt sich leicht

Beitrag#2von Daisy » 20. Feb 2014, 20:35

Dietmar hat geschrieben:Dietmar,
dessen Schäferhund im Testament "bedacht" ist ....


Ich habe ein "Sparbuch" und mein Testament so notariell verfassen lassen, dass für meine Tiere in jedem Fall finanziell immer durch dieses Sparbuch ausreichend gesorgt ist. Hinsichtlich Daisy nun speziell bin ich soooo beruhigt, dass sie sogar von einem Menschen aufgenommen werden würde, den ich sehr, sehr schätze und dem ich im Grunde als einzigem vertraue, sie so zu verstehen, dass sie dort in mehr als guten Händen wäre. Wie gesagt, finanziell ist für sie testamentarisch "ausgesorgt". Dazu habe ich die verdammte Pflicht dem Tier gegenüber, das ich in meine Obhut nehme. Ganz einfach.

Ich bin da etwas gespalten hinsichtlich einer Stiftung - so etwas muss verdammt genau kontrolliert und aussergewöhnlich gut organisiert sein. Möglichst ohne einen Stab an "Beiräten" 1 bis 15.000 oder so. Das geht schief; manchmal ist eine Pseudo-Demokratie mit zuviel Mitsprache-Recht einfach nur hinderlich. Zwei reichen. Und die müssen halt sehr genau abwägen, prüfen, etc.
Daisy
 

Re: tierärztliche "Pflicht und Schuldigkeit"? sagt sich leicht

Beitrag#3von Chica » 21. Feb 2014, 08:07

Moin,

schwierig zu beantworten, ob der Hund in Deutschland ohne Kostenübernahme überlebt hätte.
Hier ist es so, dass der Hund erst notversorgt wird, danach der Besitzer gesucht wird und dann b.B. der Tierschutz eingeschaltet wird.
Ob der Tierschutz nun jeden "Fall" übernimmt, weiß ich nicht....

Ihr habt recht, es ist die Pflicht jeden Halters für sein Tier, für den Fall de Fälle, zu sorgen, denn die Angehörigen sind oft nicht bereit sich zu kümmern!
Aber vielleicht auch nicht in der Lage!?

LG
Mara
Chica
 

Re: tierärztliche "Pflicht und Schuldigkeit"? sagt sich leicht

Beitrag#4von Dietmar » 21. Feb 2014, 08:54

Daisy hat geschrieben:Möglichst ohne einen Stab an "Beiräten" ....... . Das geht schief; manchmal ist eine Pseudo-Demokratie mit zuviel Mitsprache-Recht einfach nur hinderlich. Zwei reichen. Und die müssen halt sehr genau abwägen, prüfen, etc.


Da sprichst Du eine große Wahrheit gelassen aus , Petra ! -

Chica hat geschrieben:Ihr habt recht, es ist die Pflicht jeden Halters für sein Tier, für den Fall de Fälle, zu sorgen, denn die Angehörigen sind oft nicht bereit sich zu kümmern!
Aber vielleicht auch nicht in der Lage!?


Es soll auch Leute geben, die keine lebenden Angehörigen mehr HABEN ! **gg

Di.
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Re: tierärztliche "Pflicht und Schuldigkeit"? sagt sich leicht

Beitrag#5von Daisy » 21. Feb 2014, 19:29

Die lieben Angehörigen.....

Es gibt sicherlich finanzielle Nöte, die das Halten eines Tieres nicht ermöglichen oder wenn, dann sehr, sehr schwierig machen. Die Tierarztkosten schon alleine und Futter. Es gibt aber in diesen Fällen Anlaufstellen in einigen Städten, auch bei Tierheimen, die sich dann um solche Notfälle kümmern und auch Tierärzte, die einmal die Woche sich um notdürftige Menschen mit ihren Tieren kümmern, die sich ansonsten einen TA nicht leisten könnten. Und davon gibt es - vor allem unter der älteren Bevölkerung - immer mehr.

Aber unter normalen finanziellen Bedingungen, bitte, welchen Grund soll es dann geben, ein Tier nicht zu versorgen oder zu übernehmen ? Es gibt IMMER einen Weg, es gibt auch IMMER ein oder zwei oder drei Möglichkeiten. Man muss nur WOLLEN und etwas Zeit und "Arbeit" investieren und recherchieren , um einen solchen Weg zu finden. Und auch mal seine eigenen "Interessen" ein bisserl hinten an stellen. Eines Lebewesens zuliebe, ganz einfach. (Aber das machen ja viele noch nicht einmal mehr für ihre Kinder).

Verständnis z.B. für sog. "Scheidungs-"Hunde habe ich gar keines -

T'schuldigung, bei mir geht es doch auch? Und es ging auch, als ich Theo übernahm, nachdem meine Mutter gestorben war. Ich musste halt ein bisserl umdisponieren und re-organisieren, meine Zeit etwas anders einteilen, ein bisschen weniger meinen Sport machen - das habe ich dann mit Spazieren-gehen aufgefangen ;-) - einen "Hundesitter" finden und det wars.
Daisy
 


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