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Hund am Fahrrad

Hund am Fahrrad

Post#1by Dietmar » 2. Sep 2013, 14:31

Hi,

bzgl.
post14740.html#p14740


Aaalso ....

Vorausschickend .... ich bin RECHTSHÄNDER (!) ...

Angefangen haben wir ziemlich genau zu Kalles erstem Geburtstag. - Das wäre für mich auch der früheste Termin, um nen Hund
am Fahrrad laufen zu lassen.

Erstmal zum Fahrrad selber .... man soll bitte nicht unterschätzen, welche KRAFT ein laufender Hund am Rad auf den Radler
ausüben KANN, wenn er erst einmal so richtig in Schwung ist. Es wird immer mal wieder vorkommen, dass die Fellnase ... wie etwa Kalle...
beim Vorbeifahren an ... anderen Hunden oder KATZEN oder sonstigen "Leckereien" einen ziemlich heftigen Drang nach vorne oder zur Seite
entwickelt .... darauf muss man vorbereitet sein und man muss dem auch entgegenwirken KÖNNEN (!!) ...zum Beispiel über die BREMSEN
am Fahrrad.
Da muss jede/r seine eigenen Erfahrungen machen .... MEINE haben mich gelehrt, dass ein Fahrrad mit DREI (!) wirklich GUT ZUPACKENDEN
Bremsen IDEAL und empfehlenswert ist. (Mein Mountainbike hat zwar keinen Rücktritt aber dafür seeehr bissig ansprechende Scheibenbremsen.)
Der Rücktrittbremse würde ich NICHT allzuviel Bedeutung beimessen, weil sie gerade , wenn der Hund mal zieht oder es einen holprigen Weg bergab geht ,
die ganze Fuhre seeehr leicht in "Schieflage" bringt !
DER HUND LÄUFT STANDARDMÄßIG AUF DER RECHTEN SEITE (!) AM RAD !!! Deshalb ist es wirklich wichtig (!! glaubts mir einfach oder macht eigene
Erfahrungen) , dass man die Handbremsen "umhängt" , also der LINKE Hebel die HINTERRADBREMSE (!!!!!!!!!) bedient und der rechte die
Vorderradbremse.
Macht man das NICHT , bedient DER (linke) Bremshebel ...und das ist DER, der die Hauptarbeit leisten muss (in der rechten Hand hat man ja die Leine,)
ausgerechnet das Vorderrad ... gerade in etwas kritischen Situationen ... und die kommen immer wieder mal vor , ist das dann ne sehr sehr
"kippelige" Angelegenheit ... ja gefährlich ! Also UNBEDINGT die Bremszüge an den Handbremshebeln von links nach rechts und umgekehrt
einhängen.

Idealerweise sollte der Hund ein Geschirr tragen ! Es kommt immer mal vor , dass man doch recht heftig einwirken muss (gerade am Anfang) und da
dient ein Geschirr der Vermeidung von Verletzungen im Halswirbelbereich. Außerdem ist die Befestigung der Leine etwas weiter HINTEN am Hund ganz nützlich,
da sich der Hund nicht so leicht quer stellen kann .... Ich bevorzuge , bis mir was besseres übern Weg läuft die Julius K9-Geschirre.
(Tipps zu anderen GUTEN Geschirren nehme ich GERNE AN !!)
Die LEINE MUSS (!!) gut und sicher in der Hand liegen - gerade bei Hunden ab einer gewissen Größe !
Ich nehme für den Kalle nur eine Elchlederleine von HUNTER , die im Fahrmodus 1,30 Meter lang ist. Diese Leinen sind nicht gerade billig,
aber IDEAL , da RUND , man hat , weil sie in der Hand ja doppelt liegt, wirklich nen SEHR sicheren Griff !
Image
(...schon ziemlich abgekämpft , das Teil ...**gg)

Wo wir bei LEINE sind > Unbedingt beachten (!) die Leine NIEMALS beim Fahren um die Hand wickeln !!! Sondern so anpacken, wie man auch
den Fahrradlenker anpackt UND gerade am Anfang möglichst nicht mit der Leinenhand auch noch den Lenker festhalten wollen.
Achtung .... auch , dass sich die Leine NICHT im rechten Bremshebel "fangen" kann !

Die ideale STRECKE für die ersten Ausflüge sollte nicht allzuweit , möglichst eben und möglichst ohne viel Autoverkehr sein !
Ich hab mit dem Kalle mit etwa 3 Kilometern Streckenlänge angefangen (junger Hund) ... wenn man selber noch unsicher ist ,
reicht das auch erst mal für nen schon etwas älteren Hund . OB es sinnvoll ist, das Rad erstmal neben dem Hund her zu SCHIEBEN ,
damit er sich dran gewöhnt , den Drahtesel neben sich zu spüren, wird sich zeigen . Ich bin mit Kalle , der immer sofort laufen WOLLTE,
gleich losgeradelt .... NICHT ZU SCHNELL ABER AUCH NICHT SO LANGSAM, dass jeder Grashalm am Wegesrand beschnuppert werden konnte.
Wichtig : sich ZwischenZIELE SETZEN ! ...zB erst mal alle 500m .... und dabei ...sofern noch nicht gelernt , deutlich "HAAALT!" sagen !
Den Hund BEOBACHTEN .... Kalle hat zB ein paar "Lieblingsbäume" (bis heute) ... dann mach ich DIE eben zu Zwischenzielen.
GRUNDSATZ muss sein (!) : Ich radele nicht VOR meinem Hund her ! Er läuft im Idealfall auf Vorderradhöhe ... mehr lässt die Leinenlänge auch
kaum zu.
GEDULDIG SEIN (nicht unbedingt meine Stärke) - mit der ZEIT pendelt sich der Hund auf die IHM ANGENEHME (!) "Reisegeschwindigkeit" ein !
Die sollte man respektieren ... auch wenn sie mitunter ziemlich schweißtreibend sein kann zu Anfang. Auf jeden Fall sollte der Hund TRABEN !
(Ein gut trainierter Hund vom Kalletyp TRABT zB auch noch bei 21-22 km/h ... 15-16 km/h ist so seine Reisegeschwindigkeit....
die Höchstgeschwindigkeit bisher lag bei 38,5 km/h ...ER hätte noch schneller gekonnt - aber ICH nicht auf ebener Strecke nicht bergab...)

Wichtig ist , dass der Hund nicht zur Seite "ausbricht" und auch nicht plötzlich stoppt , beides ist viel gefährlicher , als ein leichtes Ziehen
parallel zum Fahrrad !

Weite Strecken immer so planen, dass der Hund sie nicht nur auf Asphalt laufen muss - schlecht für die Gelenke.


Falls ich noch was vergessen habe, trag ichs noch nach ! ... bei Fragen > fragen !
(schriftlich antworte ich stets gerne!)**gg

LG
Dietmar


.... wenn ich sage : HUND LÄUFT AUF DER RECHTEN SEITE VOM RAD , dann ist das nicht sklavisch zu verstehen !
Es ist durchaus sinnvoll, gerade zu Beginn den Hund etwa auf links der Straße verlaufenden Radwegen , wo die Autos dem Hund
liefe er rechts doch sehr nahe kommen, auf die LINKE RADSEITE zu nehmen !
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