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Zucht - Arbeitsleistung - Gesundheit - Show

Zucht - Arbeitsleistung - Gesundheit - Show

Beitrag#1von Chica » 28. Okt 2012, 19:46

:moi Ihr Lieben!


Bei den "Herbstfarben" hat sich ein wichtiges Thema ergeben.
Ich möchte die Beiträge dort nicht rausreißen, ich kopiere es hier noch einmal hierher.



Hi,
wegen der Pfoten bei Schnee ....
da empfiehlt es sich , die Haare zwischen den Laufballen möglichst gründlich wegzuschneiden !
Je weniger da sind , desto besser.
Das geht übrigens zumindest bei den Hunden , die ich zu betreuen hatte, mit ner normalen Schere nur mühsam.
Es empfiehlt sich ne richtige "Friseurschere" .... oder halt mehr Zeit einplanen **gg

Lara und auch Candy hatten im Winter immer "Probleme" mit Schnee- oder Eisklumpen unterm Geläuf .

Onni und Kalle NIE .... weil - das WAR NIX mit Haaren. **gg

LG
Di.





Bild

Ich hatte nix rangemacht, mit zwei Schüsseln warmen Wassers war das schnell erledigt.




Di.

...allerdings hätte ich von DIR erwartet , dass Du das "System Schafpudel" zumindest im WINTER mal kritisch
hinterfragst ! SO .... ist ein Pudel doch wohl nicht hütefähig ! ...oder bin ich wieder mal nur der "Böse" ?

Nicht falsch verstehen bitte ! MIR gehts darum , zu erkunden , WER denn nun der am idealsten geeignete Hund ist,
um in DEUTSCHLAND ganzjährig und bei jeder Witterung einsetzbar zu sein !

...ich fürchte, Ihr kennt meine Antwort .... :01de6b1136:






ich muss da nochmal was sagen ....

Wir haben ARBEITSHUNDE , GEBRAUCHSHUNDE (!!) bei uns im heimischen Wohnzimmer einquartiert ....
das ist gut und schön .... keine Frage ....
wir haben aber damit GLEICHZEITIG die Verantwortung übernommen , UNS SELBER GEGENÜBER (!)
Rechtfertigung darüber abzuliefern , DASS DIESE HUNDE (Gesundheit vorausgesetzt) , IM STANDE WÄREN (!),
DEN ZWECK zumindest körperlich ...also "hardwaremäßig" ....erfüllen zu KÖNNEN (!) , für den sie dereinst mal
erschaffen wurden !
Diese Verantwortung stellt uns - nach meinem Dafürhalten - vor völlig ANDERE Anforderungen , als sie die einschlägigen
Zuchtvereine stellen !
Ob ein DSH nun nen perfekten Schutzdienst hinlegt oder auch mal grober agiert , ist "Banane" .....
Er muss LAUFEN (!!!!!!!!) KÖNNEN ....und zwar bei jeder Witterung und er muss verteidigungsbereit sein und zwar OHNE
"Reglement" ...er muss bei Bedrohung beißen wollen . Er muss auch jagen wollen , denn sonst kann er nicht hüten ...
DAS wiederum ist ne Frage der Eingrenzung des Jagdinstinkts und erfordert bei JEDEM HÜTEHUND Gewöhnung und
ÜBUNG !


"..soll ich mehr erzählen ?? **gg
Di.




...kleiner SEITENHIEB noch in Richtung der ZUCHTVEREINE :

IHR müsst mal Eure Richtlinien ALLESAMT vernünftig (!!) FORMULIEREN ! ...und zwar IM SINNE DER HUNDE (!)
UND NICHT IN EUREM SINNE ! (Damit meine ich nicht die AAH ....allerdings könnte DIE zumindest mal zur Kenntnis nehmen,
dass es nicht GANZ DUMM IST , was ich da oben sage ! Es ist nämlich von BEDEUTUNG , dass die Hunde
körperlich imstande gehalten werden , ihrer Bestimmung nachkommen ZU KÖNNEN ! ...
Das versteht man viel zu oft vom ach so strapazierten "Hütetrieb" her , den es für mich nicht gibt .... Fragt dazu mal
die Fachleute ..... ne gewisse HINGEZOGENHEIT ZUM VIEH muss sein ....alles andere ist TRAINING !
ALLES IST SCHEIßE , WENN DER HUND NICHT AUF DAUERLEISTUNG AUSGELEGT IST !
Das GEBÄUDE ..... JA , DAS ERSCHEINUNGSBILD (!!!!) IST EMINENT WICHTIG ! Nicht so sehr vom Optischen her ,
sondern vielmehr von der praktischen Vernunft muss die Leistungsfähigkeit bestimmt werden !


....ich kann das gerne weiter ausführen ....will nur keiner wissen .... und es redet auch keiner drüber ,
aber sooooooooo viele draußen halten sich für die RETTER der Altdeutschen .... geschissen drauf ....

....ich will endlich BEKENNTNISSE ZUM ALTDEUTSCHEN SEHEN ! ....
Maul spitzen gilt nicht , es muss GEPFIFFEN WERDEN !

sorry .... das ist nach AUßEN GEMEINT ! ....

Di.




Tja, laufen muß er können - und daß können sehr viele Deutsche Schäferhunde schon mal nicht gescheit, auch ohne Schneebollern.

Deine Anforderung, daß der Hütehund bei JEDEM Wetter voll einsatzbereit sein muß, ist hoch. Ich glaube, wir hatten das Thema schon mal - bei Tiefschnee bzw. Pappschnee wurde wohl auch früher nicht mehr soo viel gehütet. Und wann hats schon so viel Schnee? Daher würde ich sagen - größtenteils einsetzbar. Und das sind die Pudel nun mal, sont hätten die Schäfers ja keine mehr, sondern alle nur noch Deutsche Schäferhunde... wahrscheinlich heben die positiven sonstigen Eigenschaften die paar Schneebollern im Jahr auf.

Ich weiß nicht, ob es noch Rassen gibt, die so ursprünglich sind, wie dereinst gezüchtet, die ohne Einschränkung ihre Arbeit noch ausführen könnten.

Jetzt bei diesem Wetter - dem einen ist zu kalt, der andere hat zu kurze Beine, der dritte keine Lust...

Ish versteh manchmal nicht, was Du bezweckst. Soll ich den Ayk scheren und die Ohren hochbinden, damit er dem DSH ähnelt?
Würde es Dir wirklich gefallen, wenn alle den gleichen Geschmack habe und mit dem Schäfi rumrennen?

Du und ich, wir haben uns den Hund nicht zum arbeiten geholt, brauchen ihn dazu nicht. Wir suchen uns den Hund, der zu uns paßt und uns gefällt. Es ist kein Arbeitshund mehr. Unsere beiden könnten es vielleicht noch - tausende andere nicht. Jeder mit seinen Schwachstellen, warum kannst Du mir und meinen Hunden nicht einfach die "Schwachstelle" längeres Fell, wo auch immer verzeihen und akzeptieren?

Er muß jagen wollen? Muß er das, hier bei mir? Wie viele tun sonst etwas, um ihm das abzugewöhnen. Warum? Weil er nun mal kein Arbeitshund mehr ist, sondern ein Sofahund, weil die Zeit und die Gesellschaft so ist.

Wenn man Deine Statements so liest, könnte man manchmal vermuten, Du möchtest DEN ultimativen Hund für alle - mit Stockhaar und Stehohren... nee, will ich aber nicht. Ich will meine Zottels und die haben genauso ihre Berechtigung wie alle anderen - abgesehen von wirklichen Qualzuchten. Aber so gequält sieht mir der Pudel eigentlich nicht aus, auch nicht mit Schneebollern, so drei vier Mal im Jahr (wenn die langen Haare an den Beinen das Hüten wirklich so behindert hätten, dann hätten die Schäfer Hunde mit kurzen Haaren an den Beinen bevorzugt).
So long...
Liebe Grüße Antje + Ayk




worauf ich in der mir nun mal eigenen Art hinaus will , sag ich Dir , Antje , und ich sags Dir am Beispiel des Deutschen Schäferhunds ,
von dem Du ZU RECHT sagst, dass sehr sehr viele davon nur noch höchst eingeschränkt "anwendbar" sind bzw. wären :

Man schiebt immer gern die Schuld auf die für die Zucht (und daraus speist sich nun mal die Population) verantwortliche Organisation. -
Das ist aber nur eine Seite der Medaille . Wenn ich alles nur auf dem SV (oder was weiß ich welchem Verein) ablade, was schief läuft,
bin ICH immer "fein raus" ... ICH hab ja NIX DAMIT ZU TUN .... ich bin ja nur "Kunde" usw.

DIESE EINSTELLUNG - UM DIE GEHTS MIR ! Sie ist nämlich grundverkehrt !
HÄTTEN (!!! Konjunktiv) die vielen vielen tausend DSH-Halter nämlich frühzeitig jeden mangelbehafteten Hund nicht scheu im Zwinger versteckt,
sondern öffentlich gegenüber dem Verein und innerhalb der Szene diskutiert ; hätte man sein "Kaufverhalten" von anderen Maßstäben als
einer fragwürdigen Schutzhundshow abhängig gemacht ; hätte man von ganz normaler Halterseite her den Blödsinn der Verwinkelten Hinterhand ,
die angeblich das "Trabergebäude" effektiver machen sollte , mal mit dem RICHTIGEN Namen genannt - nämlich Blödsinn ; hätte man sich
mal die Mühe gemacht , ins Standardwerk des Rassegründers zu gucken , um zu SEHEN , wie DER sich nen einsatzfähigen Hund VORGESTELLT
und auch entsprechend beurteilt hat, .....
DANN (!) wäre man der Verantwortung gerecht geworden , die nämlich auch ein HALTER "SEINER" HUNDERASSE GEGENÜBER HAT -
DAS ist die andere Seite der Medaille.
WÜRDEN heute Leute , die den Mops prima finden , öffentlich und laut genug SAGEN , dass sie sich erst DANN einen ins Haus holen werden,
wenn diese Hunde wieder atmen können (was sie ja mal konnten) , dann würde dem zuständigen "Mopsverein" mit seinen herkömmlichen
Mopsnasen aber bald die Luft knapp werden.
Jeder Rasse mit internen Problemen KÖNNTE geholfen werden (! steile These - ich weiß) , wenn man eben auf Interessentenseite NICHT
blindlings dem Handeln der Interessenvertreter auf Anbieterseite folgen würde , sondern sich offensiv für die Beseitigung offensichtlicher Mängel
einsetzte.

(Die Schneeboller sind ein anderer Fall - kurze Frage dazu .. Was machst Du,wenn Du mit dem Hund 5 km in der Botanik stehst
und der kommt vor lauter Schnee zwischen den Pfoten nicht mehr vorwärts ?
Ein täglich hütender Pudel oder Strobel dürfte das Problem schon deswegen nicht haben , weil der so viel zu laufen hat, dass die Haare
zwischen den Ballen gar nicht erst zu lang werden . - Ich verstehe nicht , wo das schlimm sein soll , mal zu testen , obs nicht vielleicht
was bringt, wenn man die Pfoten freischneidet. )

Eine PRIMA GELEGENHEIT (!) ...und jetzt kommt der "Knaller" FÜR die Demonstration der privaten Verantwortung für die Rasse,
in die man sich nun mal "verguckt" hat , sind übrigens ....... HUNDEAUSSTELLUNGEN !
Leider - sind dort nur allzuoft die völlig falschen Leute im Zentrum der Aufmerksamkeit !
DAS wäre eigentlich DER GEEIGNETE ORT für den zivilen UNGEHORSAM DES "GESUNDEN HUNDEVERSTANDES" !
Ausstellungen KÖNTEN (viele Konjunktive ..ich weiß) Leuchtfeuer auf dem Weg hin zu einer vernunftgesteuerten Reform der
Zuchtgrundsätze VIELER Rassen sein - sie müssten dafür allerdings auch "vernünftig" organisiert werden , nämlich als
Laufstege gesunder , leistungsFÄHIGER Rassevetrteter . DESHALB gehören ENDLICH AUCH TIERÄRZTE (!!!!!!!!!!) ...und zwar
engagiert KRITISCHE Tierärzte (!) in die Jury jeder solchen Veranstaltung !
Grundsatz muss sein : Nur was der TA "durchwinkt" , "darf" ein Fachrichter dann auch noch auf "Schönheit" bewerten.
Wenn "Schönheit" also quasi zur "Zugabe" und nicht zum Hauptzweck wird , verschiebt sich der Fokus zwangsläufig in eine Richtung,
die den Rassen nur gut tun kann. - Warum ... nicht auch "Laien" , die ... sagen wir 20 Jahre lang privat Dackel gehalten,
aber nicht gezüchtet haben , in die "Bewertung" von Ausstellungshunden mit einbinden ???

NATÜRLICH (!) schützt das , was ich sage nicht vor Krankheiten ! Einen Tod sterben sie alle mal - Bassets , die kaum noch
laufen können , BEVOR sie dieser Tod einholt , hätten aber mittelfristig gesehen Aussicht auf Besserung , wie viele andere auch.


LG
Dietmar




Ist ja nun egal, in welchen fred das steht - das mit den Ausstellungen hast Du recht. Gibt es ja nun auch schon, daß die Gesundheit mit bewertet wird. Zumindest stand da doch was von der Grufts, wo es helle Aufregung gab.
Und ich mein aj auch immer - wenn die Leuts einen Hund nicht kaufen würden, weil er eben zuviel Fell, Falten, Gewicht oder sonstwas hat, dann könnten die da richten und ausstellen wie sie wollten. Letztendlich entscheidet der Abnehmer. Leider sind eben die Menschen nicht so vernunftbegabt - viele WOLLEN das Extreme und AUFZUFALLEN, um sich hervorzuheben.
Nur geht es dann los - was ist zuviel von etwas - denn das ist wieder relativ. Alles, was die Gesundheit einschränkt, könnte man meinen. Man müßte halt ein gesundes Maß finden.
Bei all den Sachen ist eben das zu lange Fell ja noch das mindeste Übel - notfalls kann ich es abschneiden, ne? Und manchmal mache ich das auch, aber gezielt. Mir gefallen die Puschelpfoten nun mal - ich kann auch Mähnenspray sprühen, dann pappt der Schnee nicht so an. Ja, halt ein Hilfsmittel. Auch Leine und Halsband sind Hilfsmittel :1157:

Nee, ich sag nicht - die Zucht ist Schuld am langen Fell - mir gefällt das lange Fell und deshalb hole ich mir den aus der Zucht, aber nicht aus der, wo es zu lang ist. Ich hole mir keinen langfelligen, weil es sein muß, weil ich vielleicht ne kalte Wohnung habe, sondern, weil sie mir gefallen - und weil die Briards noch ne relativ gesunde Rasse sind und noch Hund. Einfach so.
Die Zucht kann ich nur beeinflussen, wenn ich evtl. selbst züchte oder indem ich eben bei nem (für mich) guten Züchter kaufe.
Die Briard-Welt verändern (oder Pudel-Welt) kann ich nicht. Klar, kann ich auch auf Mißstände hinweisen, öffentlich machen - ändern kann ich höchstens was bei aktiver Teilnahme im Verein und in der Zucht.






Das FELL und seine Länge ist nicht der Punkt , Antje ,
Die unterschiedlichen Haararten haben schon ihren SINN ! ... Das bestreitet niemand !
Und wo kämen wir hin , wenn jeder mit nem Schäfi durch die Botanik rennen würde , nein ,
das isses nicht .....
Fell über den Augen oder zwischen den Pfoten (ich sag doch - auch bei Lara oder Candy !) .... DAS sind
PFLEGEMAßNAHMEN (!) , die jeder Halter für sich beurteilen muss . Die Zucht LIEFERT halt DAS,
was "rauskommt" .
Ein PUDEL (ich meine nicht die SCHAFsorte sondern die gelockten)
Bild
kommt halt auf die Welt mit dem BEDÜRFNIS (!),
alle paar Wochen geschoren zu werden ! ...das weiß der Pudelinteressent .... und er nimmt es in Kauf ....
es gehört halt DAZU ...
und diese Pudel sind GANZ PRIMA und URSPRÜNGLICHE HUNDE mit nem völlig verkehrten Image !
Vielleicht ist das Image unserer pseudo Gebrauchshunde ja auch verkehrt ....und sie brauchen in Privathand andere Zuwendung
als uns die "Werbung" vorgaukelt ?

Di.



LG
Mara
Chica
 

Re: Zucht - Arbeitsleistung - Gesundheit - Show

Beitrag#2von Chica » 29. Okt 2012, 13:02

Moin Ihr Lieben,

das Qualzuchten verboten gehören sind wir uns alle einig!
Aber wo beginnt Qualzucht, was der Eine evtl. noch toleriert oder schön findet.... ist für den Anderen vielleicht schon Qualzucht, nur das Extreme wird von allen so gesehen!
Ich will nun nicht das längere Fell an den Pfoten kritisieren, da gibt es wahrlich Schlimmeres, bzw. lebensbedrohlicheres!
Ich mag auch die Langhaarschäferhunde von der Optik lieber ;-)
Natürlich wurden auch je nach Geschmack die Hunde gezüchtet, auch die zotteligen...
korrigiert mich, wenn ich es nun falsch schreibe, das Fell wird aber auch immer seidiger....somit alltagsuntauglicher.....früher wurde von rauhhaariger Struktur gesprochen.
Wie ist da bei den Briards heute - in meinem alten Buch steht "Ziegenhaar".

LG
Mara
Chica
 

Re: Zucht - Arbeitsleistung - Gesundheit - Show

Beitrag#3von Zottelpudel » 29. Okt 2012, 15:56

Also Abby hatte ziemlich hartes Haar, wenig Unterwolle, die fauven sind im Fell bissel anders. Ich denke schon, daß die Länge auf Kosten der Struktur gehen kann, weil man das bei vielen Rassen hat.
Beim richtigen Pudel sagen sie ja auch, der MUß geschoren werden. Das finde ich aber auch daneben, wieso muß er? Und hab schon öfters gehört, daß gerade eben die Pudel kein Regen und so vertragen, weil das Wasser sofort auf der Haut ist, das Fell also seine Funktion nicht mehr erfüllt. Vielleicht auch, weil zu oft gewaschen - oder sicher auch deshalb!
Wird wohl eh ein Grundübel mit sein, die viele Chemie im Fell bei manchen Rassen.

JA, es ist eben alles relativ - rede mal mit Besitzern von Nackthunden, alles bestens!
Zottelpudel
 

Re: Zucht - Arbeitsleistung - Gesundheit - Show

Beitrag#4von huetefuchs » 30. Okt 2012, 17:20

Hi,

also Langhaarigkeit ist ja nun keine "Qualzucht" - genausowenig wie das Gegenteil ... ein Rhodesian R. - Rudel hier am Ort läuft wintertags mit
Mänteln ausgerüstet durch die Botanik. Die Hunde stammen halt aus Gegenden, wo es keine Winter in unserm Sinne gibt.
Extreme Kurznasigkeit oder extreme Langohrigkeit gepaart mit "untragbarem Körperbau" .... aber auch die nicht auf den ersten Blick sichtbaren
Probleme wie etwa die Inzuchtrate beim N.S. Duck Tolling Retriever , die die Reinzucht mittlerweile verbietet , die
Riesenwüchsigkeit mancher Rassen genau wie ihr Gegenteil .... usw. usf. DAS sind Dinge,
die ich da einordnen würde. (...natürlich auch die DSH ... die Colliefamilie mit den Augenproblemen ... die Merle-Hunde ....etc.)

Es geht hier um RASSEHUNDE (Mischlinge haben ihre eigene Problematik, die hier zu weit führen würde , fürchte ich) , die nach für jeden
Interessenten EINSEHBAREN REGELN UND MAßSTÄBEN (Standards) gezüchtet werden und dann auf unterschiedlichste Weise (heute ja meist elektronisch)
angeboten und vermarktet werden.

Man kann das prima mit Autos vergleichen .... Wenn ich mir ein Auto kaufen will , dann weiß ich entweder schon im vorhinein, was es für ne Marke
oder für ein Modell werden soll - ODER aber ich mache mich vor Kauf sachkundig , vergleiche die Marken (nat. auch die Preise) und entscheide
mich dann unter hunderten von Modellen FÜR M E I N S ! ... Nicht anders beim Hundekauf.
SO ... und jetzt hab ich das Auto ... es sieht toll aus ... nur .... irgendwie "ist der Wurm drin" ... das Ding beschleunigt nicht so,
wie es der "Papierform" nach sollte , es läuft nur 180 km/h Spitze , wo es doch für über 200 "gut sein sollte" .... , außerdem
hat es nach 5 Monaten Startschwierigkeiten , die sich im 8 . Monat zu nem katastrophalen Motorschaden entwickeln. Und dabei hab ichs doch
eigentlich immer gaaanz pfleglich behandelt , frisches Öl hats gekriegt , es wurde gewartet - außerdem ist das ne "Premium-Marke" ...

Was denke ich wohl jetzt , wo das Ding totkrank in der Werkstatt steht , über dieses mein Auto ? Vor allem, wenn ich mittlerweile weiß,
dass der Motortod auf minderwertige Qualität von wenigen Teilen im Inneren der Maschine zurückzuführen ist .

(ja - ich weiß .. die "Garantie" ... ist bei Hunden nicht so ganz sicher ...)

Also ICH denke dann erst mal , dass die Marke "XY" mein Auto wohl ziemlich schludrig zusammengebaut hat. Entweder man hat den Fehler,
von dem ich nun weiß, dass ich nicht der einzige Betroffene bin, grob fahrlässig in Kauf genommen - ODER aber man hat nur fehlerhaft die Maschine
auf Leistungsfähigkeit und Ausdauer getestet. Hätte man das Modell seinem Zweck (sagen wir als Sportwagen) entsprechenden Testreihen
ausgesetzt , wäre der Fehler zutage getreten. Das liest man nun auch in der Autopresse ... ich fühle mich bestätigt ....
dringe auf Wiedergutmachung , schließlich ist das ja wieder ein Fall MEHR , der dem Ruf des WERKES (also der Marke) SCHADEN kann.

Jetzt stoße ich auf Beweisprobleme ... der Hersteller weißt jede Schuld von sich : Wir haben getestet , so , wie wir das immer tun.

Da das hier kein Roman werden soll, hab ich die Analogie zum Auto nur in Kürze mal angerissen ; was mich erstaunt ist, dass wir alle geneigt sind
(ich schließe mich da ein) , auf der AUTOebene sofort Strategien , Schuldzuweisungen und Lösungsmodelle parat haben. Notfalls wenden wir uns
eben von der "Marke XY" AB.

Bei HUNDEN sieht das nach meinem Dafürhalten etwas anders aus und so ganz "passt" das Autobeispiel auch nicht, weil selbst beim größten Autonarren
die Bindung an eine Sache sich anders darstellt als die Liebe zum Hund.
Die Macht der Konzerne (hier in Analogie zu den Hundezuchtvereinen zu sehen) ist eine völlig andere als etwa die des Teckelclubs ja selbst die des
fast allmächtigen SV. Gerade DAS allerdings lässt uns als Hundehalter einer bestimmten Rasse (oder mehrerer) ein PLUS an Verantwortung UND auch
an Einflussmöglichkeiten zuwachsen - je KLEINER der Zuchtverein , desto MEHR !
Es macht nen Riesenunterschied , ob sich innerhalb etwa der AAH (nur mal als Beispiel) öffentliche Unzufriedenheit zu irgendwelchen Unzulänglichkeiten
einzelner Hunde regt oder ob mir an Kalle Merkmale unstimmig erscheinen und ich schreibe darüber öffentlich hier an die SV-Adresse.
Im Falle der AAH ( bitte nur als Beispiel zu verstehen ..ich könnte auch den Faltenhundverband anführen...) würden vermutlich 30 gleichgesinnt
und zurecht kritisierende Mitglieder ein ganz anderes Echo erfahren als auf der anderen Seite 1000 zu Recht unzufriedene SV-Leute.
Deswegen ist es ja gerade in den kleinen Vereinen so bedeutsam , die Arbeit des "Managements" und vor allem den Zustand der gezüchteten Populationen
im Blick auf den niedergelegten ZWECK der jeweiligen Rasse wohlwollend kritisch zu begleiten.
Wir tragen als Hundehalter der Jetztzeit keine Mitverantwortung für die Sünden der Vergangenheit - UNSERE Aufgabe ist aber , mit allen zur Verfügung stehenden
Mitteln dazu beizutragen , unseren Rassen wo nötig eine BESSERE ZUKUNFT zu ermöglichen. Bei Rassen, wo eindeutig der Begriff "Qualzucht" angebracht
erscheint , kann eins der Mittel sein, diesen Rassen so lange den Rücken zu kehren OHNE ZU SCHWEIGEN (!), bis ein Umsteuern erkennbar ist.
Und dieses Umsteuern IST MÖGLICH ... man muss es nur WOLLEN und von Vereinsmitgliederseite her durch strukturverändernde WAHLprozesse erzwingen.
Wenn man Qualzuchten beseitigen will , müssen Satzungen und Standards sich den zweckentsprechenden Bedürfnissen der HUNDE (!) anpassen und nicht
andersherum ! Das SCHWEIGEN der Halter biologisch fast lebensunfähiger Hunde (Beispiele habe ich genannt) ist verantwortungsLOS gegenüber den
betroffenen Populationen , denn alle diese Rassen waren FRÜHER allesamt lebens- und zweckbedingt leistungsfähig.
WIR sind aufgerufen , die Tendenz UMZUKEHREN , dass heutige Autos immer leistungsfähiger unsere Hunde jedoch immer unfähiger zu werden drohen,
ihren Zweckbestimmungen auch nur theoretisch entsprechen zu können.

LG
Dietmar (hf)





... weils mir heute so in die Finger kam ....
der DSH ... und seine Rückenlinie auf der man ne Rakete geradewegs ins All schießen könnte ,
hat natürlich völlig andere Ursachen als der genau so angestellte Körper etwa der Hyänen.
Hyänen sind wohlgemerkt keine Hunde , obwohl sie fast so aussehen - sie gehören zu den Katzenartigen.
Der DSH steht schief , weil er hinten gewollt und bewusst "tiefergelegt" wurde durch Veränderung der
natürlichen Winkelungen der Hinterhand. Die Hyäne steht schief, weil sie vorne durch die NATUR
"höhergelegt" wurde unter Beibehaltung der natürlichen Hinterhandwinkel. Die Vorderhand ist deswegen
so überlang , weil die Tiere so erstens im Zusammenspiel mit der Normallänge der Halswirbelsäule
eine effektivere Hebelwirkung beim Herausreißen von Fleischbrocken aus Kadavern erziehlen als
normalläufige Hunde etwa. Der "Reißweg" ist länger und kraftergonomischer.
Zweitens sind Hyänen somit hervorragend ausgerüstet, auch schwere Beute über lange Strecken zu TRAGEN.
HIER macht die "Raketenabschussstellung des Körpers also SINN.

UNsinn gibts in der Natur nicht, zumindest nicht lange .
WIR Zweibeiner machen Unsinn , wenn wir das Gehirn gerade in der Hundezucht
nicht genügend zur Anwendung bringen.
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig:
Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
A. Einstein 1879-1955

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