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Wie gehts mit der Schäferei in Deutschland weiter ?

Wie gehts mit der Schäferei in Deutschland weiter ?

Beitrag#1von huetefuchs » 5. Jan 2013, 19:01

http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/we ... 721808.htm

DAS ist doch mal ne PRIMA INITIATIVE ! .... Da brauchts Nachahmer in anderen Regionen !

Manche kennen den Link evtl. schon - egal ... als Threadstarter isser allemal GUT !

LG
Dietmar

... & danke @Uwe
Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig:
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Re: Wie gehts mit der Schäferei in Deutschland weiter ?

Beitrag#2von Chica » 6. Jan 2013, 12:19

Moin,

die Frage "wie geht es mit den Schäfereien weiter?"
Wenn es nicht solche richtig gute Einzelinitiativen gäbe - eher schlecht!
Das was in dem Artikel steht zeigt dennoch, das es auch anders geht! - Sehr schön!
Hier in der Gegend ist es gerade anders herum, wenn ich nicht wüßte, das es Schäfereien gibt....man hört und ließt nichts....keine Werbung - außer man sieht mal Schafe auf dem Deich laufen...
Jetzt wo die Ökohofschäferei nicht mehr da ist, vor Jahren kamen von dort auch ähnliche Initiativen, Kindergärten und Grundschulklassen konnten in der Lammzeit Schnuppertage da verbringen, Patenschaften für Lämmer wurden vergeben...
Führungen durch das Moor an der Seite von einem Schäfer mit Herde.
Naja, das wurde in den letzten Jahren dann leider auch immer weniger!
Es fehlten wohl die richtigen Leute mit dem nötigen Engagement!
Die Arbeit für die Schäfer immer mehr, mehr Schafe bei gleicher Mitarbeiterzahl u.s.w. .... sowie im Gespräch hatte man bei manchen das Gefühl, als würde der gewisse Idealismus inzwischen fehlen.....
Für den Deich hat sich ein anderer Schäfer gefunden....wie es mit Landschaftsschutz im Moor aussieht, weiß ich nicht, da habe ich keine Informationen!
Aber gerade da wären die Folgeschäden gravierend!

Das ist ein Bild aus der Zeit, ca. 8 oder 9 Jahre her...
Der Fotograf von der Zeitung wollte Kinder, Lämmer und einen Hund für das Bild....Sina war gerade passend da...

Bild

LG
Mara
Chica
 

Re: Wie gehts mit der Schäferei in Deutschland weiter ?

Beitrag#3von Zottelpudel » 6. Jan 2013, 13:54

Ja, das hat Uwe auch im Pudelforum und bei fb gezeigt.

Man kann nur hoffen, daß die Menschen irgendwann mal bissel mitdenken! Auch die, die noch hüten da im Pudelforum meinen, daß es eher schlecht aussieht.
Sehr viel machen diese Biogasanlagenbetreiber kaputt! Und das soll dann "Öko" sein!

Da ist soviel im Argen, solche Initiativen sind Gold wert und müßte es viel mehr geben!
Zottelpudel
 

Re: Wie gehts mit der Schäferei in Deutschland weiter ?

Beitrag#4von huetefuchs » 6. Jan 2013, 16:10

Hi,
das Schäfertum ist einer der ganz wenigen landwirtschaftlichen Erwerbszweige, die man nicht "durchmaschinisieren" kann !
(Zumindest nicht hier in Mitteleuropa.)
In gewisser Weise "arbeitet" die Herde wie eine große , mehrtausendfüßige "natürliche Maschine" , die ganzjährig gepflegt,
gewartet und versorgt werden will. Der Nutzwert oder der Gewinn, den diese "Maschine" alljährlich erbringt, hat sich
auf ihre natürliche Reproduktionsrate (Lämmer) sowie auf subventionierten Einsatz in der Landschaftspflege reduziert.
Wolle hat keinen Wert mehr , Milchprodukte vom Schaf führen hierzulande ein Außenseiterdasein , Lammfleisch aus
Deutschland findet zwar Absatz, steht aber unter enormem Konkurrenzdruck (Neuseeland).
Einigermaßen rentable "ökonomische Nischen" tun sich den Schäfern nur noch dort auf, wo ökologische Nischen aus Gründen
des Naturschutzes oder des Tourismus den Einsatz GEHÜTETER (! nicht gekoppelter) Herden nahe legen oder erfordern.
Man kann dahingehend nur hoffen und wünschen, dass landwirtschaftliche Subventionen ZU LASTEN der allgegenwärtigen
Unterstützung von Überproduktionen vermehrt auch den rchäfereibetrieben zugute kommen. - Das ist durchaus auch ein
politisches Problem - und die Schäfer haben leider keine starke Lobby, um ihren Anliegen Gehör zu verschaffen.
Wichtig ist auch , und das zeigt ja der Link, den Uwe da verteilt hat, möglichst ALLE Komponenten des Schäfereiwesens
in solche Initiativen einzubinden - also etwa auch dem "Ernteertrag FLEISCH" Absatzmöglichkreiten und Marktchancen
zu eröffen.
Die Schäfereien brauchen dringend eine breitere Akzeptanz in der Bevölkerung : Es darf sich nicht die Ansicht einschleichen,
die Herden "arbeiteten" lediglich für einen kleinen Kreis fernglasbewaffneter "Naturschutzaktivisten", die dann auf dem
Magerrasen die Populationsdichte der Heidelerche besser bestimmen können. Die Herden arbeiten für uns ALLE !
WIR (!) müssen WOLLEN , dass sie das tun und uns dementsprechend unterstützend einsetzen.
Die Möglichkeiten dies zu tun, sind noch lange nicht ausgeschöpft , es mangelt vielerorts an Phantasie ...
in Hungen und Umgebung offenbar NICHT .

LG
Dietmar
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Re: Wie gehts mit der Schäferei in Deutschland weiter ?

Beitrag#5von Daisy » 6. Jan 2013, 20:39

Zottelpudel hat geschrieben: Und das soll dann "Öko" sein!


Bleibt mir bloss vom Acker mit diesen Bio-Öko-Lügen - alles Augenwischerei. Es geht einzig und allein um Geld und Macht (ich glaube, der Machttrieb bzw. der Geltungstrieb ist der wirklich stärkste Trieb des Menschen; ist das in der Tierwelt auch so? Könnte man mal d'rüber kontemplieren).

Bei uns gibt es leider solche Initiativen überhaupt nicht; zumindest nicht, soweit ich weiß. Ich hielte es auch für eine tolle Idee, wenn z.B. Schäfereien Tage für Kinder machten und Schäfertreffen veranstalteten - und zwar nicht nur einmal im Jahr. Oder anbieten würden, dass man mal so 'nen Tag mit einer Herde mit läuft. Wäre vielleicht auch mal ganz heilsam für manchen BC/AS Halter/innen .... und vielleicht sogar hilfreich.

Es fehlt an der Publicity, am Marketing - ich glaube wirklich, das würde sehr gut angenommen werden. (Nicht nur von Eltern von - wie sagt Dietmar so schön - Kevin-Schayennnn und Jana-Eliseé - das Accent ist bestimmt absichtlich auf dem letzten "e").

Ach, Mensch - ich würde mir so sehr wünschen, dass die Menschen wieder einen Bezug zu ihrem Umfeld, der Natur und den Tieren finden könnten. Würde helfen, dass sie auch wieder einen Bezug zu sich selber hätten. Aber bis dahin wird halt erst mal alles öko- und biologisch sowie pädagogisch wertvoll kaputt gemacht...

Liebe Grüße
Petra
Daisy
 

Re: Wie gehts mit der Schäferei in Deutschland weiter ?

Beitrag#6von huetefuchs » 6. Jan 2013, 20:49

...als "Experte für unmögliche Möglichkeiten" DARF ich das schreiben **lach ....

Zum Thema "fehlende Lobby" :

WAS wäre eigentlich, wenn sich einer der ganz großen Player im Bezug auf SCHÄFERhunde ENDLICH MAL (!)
auf die WURZELN "seiner Hunde" besinnen würde ....ich meine den "SV" ?
Was WÄRE , wenn man dort endlich mal Stellen , Verbellen und Hatz auf den "bösen Mann" zugunsten DER Eigenschaften,
die ein ECHTER SCHÄFERHUND zu zeigen hat , HINTEN ANSTELLEN WÜRDE ?
JA .... ich denke an eine "ZTP AN DER HERDE FÜR DEUTSCHE SCHÄFERHUNDE" !
Das würde tausende von Schutzdienstgeschädigten AN DIE HERDEN TREIBEN !
Es würde DEM HUND und seinem Image DIENEN UND es würde Aufmerksamkeit im Blick auf die Schäfereien lenken ,
vom EINFLUSS , den der Verein auch politisch entfalten kann , mal ganz zu schweigen !
WARUM steht der DSH wohl (noch) NICHT auf den Listen der gebannten Hunderassen ?
Weil ER ne LOBBY hinter sich hat .... DAVON könnte die Schäferei nur profitieren !
Das hätte schon LÄNGST THEMA SEIN MÜSSEN ! ....Dafür brauchts aber laute STIMMEN in der Schäferhund-HÜTEgemeinde ....
und die ist leider leider nur ne Randgruppe ....
Der Deutsche Schäferhund ist KEIN SCHÄFER-hund (mehr) , er ist zum Hobby-Hilfspolizeidödel verkommen !
DAS MÜSSTE MAN ÄNDERN !

Di.
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